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28. September 2011   371/11  

Niedersächsischer Wissenschaftspreis für Hörforscher Birger Kollmeier
Zwei Oldenburger Studentinnen ebenfalls ausgezeichnet

Oldenburg. Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Hörforscher an der Universität Oldenburg, ist heute von Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka mit dem Niedersächsischen Wissenschaftspreis in der Kategorie „Herausragender Wissenschaftler an Universitäten“ geehrt worden. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und geht in dieser Kategorie erstmalig nach Oldenburg. Darüber hinaus wurden die Oldenburger Studentinnen Svenja Hilk (Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Lebenslanges Lernen/Bildungsmanagement) und Jana Mertens (Politik, Wirtschaft und Musik im Master of Education) ausgezeichnet. Sie erhalten jeweils 1.500 Euro. Der Wissenschaftspreis ist einer der höchstdotierten Preise des Landes Niedersachsen.

„Es erfüllt uns mit Freude und Stolz, dass der Niedersächsische Wissenschaftspreis in diesem Jahr gleich drei Mal nach Oldenburg geht. Diese Würdigung belegt erneut die herausragende Qualität unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und unserer Studierenden“, erklärte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon anlässlich der Preisverleihung. Mit Birger Kollmeier werde ein international hoch anerkannter Wissenschaftler ausgezeichnet, der den Forschungs- und Studienschwerpunkt medizinische Physik und Audiologie in Oldenburg maßgeblich präge.

Die Jury zur Verleihung des Niedersächsischen Wissenschaftspreises 2011 würdigt mit der Auszeichnung Kollmeiers „exzellente Leistungen als Wissenschaftler sowie seine Verdienste um den Forschungsstandort Oldenburg“. Seine Beiträge zur Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen, aber auch die Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen seien beispielhaft.

Der Physiker und Mediziner Kollmeier forscht und lehrt seit 1993 an der Universität Oldenburg und ist Leiter der Abteilung „Medizinische Physik“. Seit 1996 ist er Wissenschaftlicher Leiter der Hörzentrum Oldenburg GmbH und seit 2008 der Fraunhofer Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie. Kollmeier ist Sprecher des beantragten Exzellenzclusters „Hearing4all“, das als einziges Cluster aus Niedersachsen in die aktuelle Endrunde des Exzellenzwettbewerbs des Bundes aufgenommen wurde. Auf Kollmeiers Initiative basiert maßgeblich das „Haus des Hörens“. Zudem ist er Sprecher des Internationalen Graduiertenkollegs „Neuroscience and Systems“ und des von ihm mit aufgebauten Kompetenzzentrums Hörgeräte-Systemtechnik (HörTech) in Oldenburg. Der Physiker beschäftigt sich mit Problemen des Hörens sowohl aus medizinischer als auch aus physikalischer Sicht. Seine Arbeitsgebiete umfassen die Neurosensorik, die Sprachwahrnehmung, die Modellierung des Hörvorgangs und des Hörschalls, die automatische Spracherkennung und die Signalverarbeitung für Hörhilfen.

Mit dem Niedersächsischen Wissenschaftspreis für StudentInnen honoriert das Land insgesamt sieben Studierende, die sich durch sehr gute Leistungen in ihrem Bachelor- oder Masterstudiengang auszeichnen sowie durch Eigeninitiative oder besondere Leistungen in den Bereichen Familie, Sport und Musik.

Die Oldenburger Studentin Svenja Hilck erhält den Preis für ihre exzellenten Studienleistungen. Sie ist Studentin des Masterstudiengangs Erziehungs- und Bildungsmanagement mit dem Schwerpunkt Lebenslanges Lernen/Bildungsmanagement. Ihr Bachelorstudium, das auch zwei Auslandssemester in der Türkei beinhaltete, schloss Hilck in der Regelstudienzeit und mit Bestnoten ab. Für ihre Leistungen erhielt sie 2011 unter anderem den OLB/EWE-Preis. Hilck engagiert sich zudem bei der Oldenburger Tafel e.V. Die Jury würdigte ihre „hohe Selbstdisziplin“ und ihr „bemerkenswertes Engagement für Menschen in ihrem Umfeld“.

Jana Mertens studierte Politik, Wirtschaft und Musik im Master Of Education an der Universität Oldenburg. Mertens erhält den Wissenschaftspreis für ihre „hervorragenden Studienleistungen und ihr herausragendes interkulturelles Engagement im interkulturellen Bereich“. Sie ist Mitbegründerin des Vereins „Musik ohne Grenzen“, der sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt und den Aufbau einer Musikschule in Ecuador unterstützt. Im Rahmen des Programms „Völkerverständigung macht Schule“ der Robert Bosch Stiftung war sie als Lehrkraft für Deutsch in Tarun (Estland) tätig.

Auf dem Foto: Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier

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