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21. Oktober 2011   405/11   Veranstaltungsankündigung

Die Macht der Worte
Start der Ringvorlesung des Instituts für Philosophie

Oldenburg. „Geschlechtszuschreibungen als produktive Wirkung von Macht, Sprache und Performativität im Anschluss an Judith Butler“ mit einem Vortrag zu diesem Thema eröffnet die Philosophin Sarah Lammers am Montag, 31. Oktober, 10.00 Uhr, die öffentliche Ringvorlesung des Instituts für Philosophie im Wintersemester 2011/12 an der Universität Oldenburg (Campus Haarentor, Bibliothekssaal). Sie knüpft inhaltlich an die Vorlesungsreihe des Sommersemesters an und steht unter dem Thema „Die Macht der Worte II. Beherrschen wir unsere Sprache oder beherrscht die Sprache uns?“
„Die Sprache ist das Haus des Seins. In ihrer Behausung wohnt der Mensch.“ Heideggers Diktum aus dem Jahre 1946 manifestiere sich im Medienzeitalter als allgegenwärtige Erfahrung eines jeden Menschen, erläutert Prof. Dr. Reinhard Schulz, Hochschullehrer für Philosophie und Organisator der Ringvorlesung. Die Sprachen der Medien, des Markts, der Werbung, des Marketings, des Sports, der Populärkultur und des therapeutischen Diskurses seien im Begriff, zu einer kommunikativen Tyrannei auszuarten, der die Adressaten sich kaum noch entziehen könnten. Die Auswirkungen auf das kulturelle und emotionale Leben seien bislang nur unzureichend untersucht worden. Die Ringvorlesung will hier Impulse geben. Es kommen VertreterInnen unterschiedlichster Berufe und wissenschaftlicher Disziplinen zu Wort: Neben PhilosophInnen referieren VertreterInnen der Germanistik, Theologie, Physik, Psychologie, Geschichtswissenschaft und Kunstgeschichte. Außerdem dabei sind ein Lehrer, ein Unternehmensberater, eine Literaturvermittlerin und der Oldenburger Schriftsteller Jochen Schimmang.


Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Philosophischen Ringvorlesung (jeweils montags, 10.00 bis 12.00 Uhr, Campus Haarentor, Bibliothekssaal):

7. November: „Die eigene Stimme finden. Über ‚existentiellen Nonkonformismus’“, Prof. Dr. Reinhard Schulz (Philosophie)

14. November: „Fiktionalität und Realität in der Gegenwartsliteratur“, Jochen Schimmang (Schriftsteller)

21. November: „‚Den Stimmen lauschen’. Walter Kempowski und die literarische Verarbeitung des Nationalsozialismus in der BRD“, Prof. Dr. Sabine Kyora (Germanistik)

28. November: „Von der Wasserglas-Lesung zum Werkstattgespräch – Zeitgemäße Formen der Literaturvermittlung“, Monika Eden (Literaturbüro)

5. Dezember: „Zivilgesellschaft, Sprachnot und Parrhesie“, Michael Geiger (Physik)

12. Dezember: „Aus dem Briefwechsel Jacob und Wilhelm Grimms“, Prof. Dr. Uwe Meves und Dr. Stephan Bialas (Mediävistik)

19. Dezember: „Dinge und Worte: Womit muss der Anfang beim Philosophieren mit Kindern gemacht werden?“, Hans-Joachim Müller (Lehrer)

9. Januar: „Das unheilvolle Versprechen der Treue. Semantiken politischer Loyalität zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus“, Dr. Nikolaus Buschmann (Geschichte)

16. Januar: „Führung sprechend entfalten“, Michael Wefers (Unternehmensberater)

23. Januar: „Das Wort Gottes als Metapher“, Prof. Dr. Ulrike Link-Wieczorek (ev. Theologie)

30. Januar: „Musik und Sprache“, Silke Wulf (Philosophie)

6. Februar: Prof. Dr. Silke Wenk (Kunstgeschichte) „Die Macht der Bilder gegen die der Sprache? Zur Debatte um den ‚iconic turn’“

13. Februar: Manfred Wiesner & Eugene Epstein (Psychologie) „Die Sprache der Psychotherapie und das therapeutische Selbst – Eine cineastische Reflektion“

ⓘ www.philosophie.uni-oldenburg.de/20121.html
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Reinhard Schulz, Institut für Philosophie, Tel.: 0441/798-4402, E-Mail: reinhard.schulz(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 09.06.2021)