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04. November 2011   426/11   Forschung

„Offene Hochschule“: BMBF beauftragt Weiterbildungsexperten mit Begleitforschung

Oldenburg. Unter Leitung von Prof. Dr. Anke Hanft werden WeiterbildungsexpertInnen der Universität Oldenburg in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin die wissenschaftliche Begleitforschung des Gesamtprogramms „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ übernehmen. Das hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt entschieden. Das Projekt ist mit einem Fördervolumen von 2,2 Millionen Euro ausgestattet, wovon 1,2 Millionen Euro nach Oldenburg fließen. Dies ist bereits der zweite Erfolg der Universität Oldenburg in dem BMBF-Programm. Erst kürzlich hatte das Verbundprojekt „Aufbau berufsbegleitender Premium-Studienangebote in MINT-Fächern – MINT-Online“ den Zuschlag erhalten. Unter Oldenburger Leitung sind daran auch die Fraunhofer Gesellschaft und die Universitäten Hagen, Kassel und Stuttgart sowie das EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY, An-Institut der Universität Oldenburg, beteiligt.

„Mit seiner Entscheidung bestätigt das BMBF den Kurs der Universität Oldenburg, die sich schon früh als Universität des lebenslangen Lernens positioniert hat“, betont Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon. Die Leiterin des Projekts, Prof. Dr. Anke Hanft, ergänzt: „Im Vergleich mit vielen anderen Hochschulen verfügen wir an der Universität Oldenburg bereits über ein umfassendes Angebot berufsbegleitender Studiengänge, die im Weiterbildungszentrum C3L betreut werden.“ Das C3L sei als wissenschaftliches Zentrum eng mit der Weiterbildungsforschung verknüpft, Forschungsergebnisse flössen unmittelbar in Weiterbildungsinnovationen ein.
Mit dem Programm „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ fördert das BMBF erstmalig 26 Hochschulen und Hochschulverbünde bei der Einrichtung von Studienprogrammen für Berufstätige und andere Zielgruppen, die aus unterschiedlichsten Gründen kein Vollzeit-Studium aufnehmen können. Bislang gehen Hochschulen bei der Planung ihrer Studiengänge häufig von einem Phasenmodell aus: Studierende starten ihr Studium nach Erlangung der Hochschulreife, studieren vollzeitig und treten danach in das Erwerbsleben ein. Dieses Modell entspricht jedoch nicht mehr der Lebensrealität vieler Studierender. Mit dem Programm „Offene Hochschulen“ wird in Deutschland nun eine Entwicklung nachgeholt, die in anderen Ländern längst vollzogen wurde: sich den Anforderungen lebenslangen Lernens zu stellen und die Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und Hochschulbildung zu fördern. Neben der Einrichtung berufsbegleitender Studiengänge fördert das BMBF-Programm auch andere innovative Vorhaben zum lebenslangen Lernen an Hochschulen.

Auf die Oldenburger und Berliner Weiterbildungsexperten, die mit der wissenschaftlichen Begleitung des Gesamtprogramms beauftragt wurden, warten in den kommenden Jahren zahlreiche Aufgaben. Sie erfassen den nationalen und internationalen Forschungsstand zum lebenslangen Lernen in Hochschulen. Außerdem übernehmen sie die wissenschaftliche Beratung der geförderten Projekte und unterstützen sie durch eigene Forschungsarbeiten. Diese Ergebnisse werden der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht. Dem Informationsaustausch und wissenschaftsbasierten Diskurs kommt dabei aus Sicht der Weiterbildungsexperten eine hohe Bedeutung zu. Nur so könne das Ziel des Gesamtprogramms – der Weiterbildung und dem lebenslangen Lernen an Hochschulen in Deutschland eine größere Bedeutung zu verleihen – erreicht werden.

ⓘ www.offene-hochschulen.de/
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Anke Hanft, Arbeitsbereich Weiterbildung und Bildungsmanagement, Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-2743, E-Mail: anke.hanft(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)