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03. Dezember 2012   495/12   Wissenschaftliche Tagung

Eine Welt ohne Grenzen? - Europäische und Afrikanische Perspektiven
Internationale Tagung zu aktuellen Entwicklungen der Migrationsforschung

Oldenburg. Bürger, Staatsbürger oder Kosmopoliten: Wie wirken sich aktuelle Globalisierungsprozesse auf Individuen und Gesellschaft aus? Wie reagieren die nationalen und internationalen Politiken darauf? Diesen und anderen Fragen geht die internationale und interdisziplinäre Konferenz „NeBoCo. New Borderlands or Cosmopolitanism from Below“ nach. Sie findet vom 6. bis 8. Dezember an der Universität Oldenburg statt. Mehr als 90 internationale ExpertInnen diskutieren anhand aktueller Migrationsprozesse in Afrika und Europa, wie sich Staatlichkeit, Bürgerschaft, Souveränität und Identitätsbildungen verändern. Veranstalter der Tagung sind die Universitäten Oldenburg und Göttingen sowie die University of the Witwatersrand (Johannesburg/Südafrika) und das EMMIR Konsortium.

Weltweit werden Migrationsbewegungen in gegenwärtigen Globalisierungsprozessen in der Wissenschaft, in der europäischen sowie internationalen Politik und in sozialen Bewegungen intensiv diskutiert. Mit der Entstehung suprastaatlicher Verbände wie der Europäischen Union (EU) oder der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) und unter dem Einfluss internationaler Organisationen haben sich neue Formen von Staatlichkeit sowie Grenz- und Migrationspolitiken entwickelt. „Zusätzlich zu diesen Entwicklungen fordern soziale Bewegungen und die transnational vernetzte Lebenswelt von Migrantinnen und Migranten unsere konventionellen Vorstellungen und Praxen von nationaler Staatenzugehörigkeit und Gesellschaft heraus“, erklärt die Oldenburger Migrationsexpertin und Tagungsleiterin Dr. Julia Potts.
Die TeilnehmerInnen nehmen sich in drei wissenschaftlichen Sektionen neuen Migrationsentwicklungen an und erörtern den aktuellen Stand der Forschung. Ziel der Tagung sei es, die in der Forschung zumeist parallel diskutierten Ansätze zu „Grenze“, „Bürgerschaft“ und „Kosmopolitismus“ miteinander zu verknüpfen und so für die weitere Forschung fruchtbar zu machen, ergänzt Prof. Dr. Sabine Hess, Kulturanthropologin an der Universität Göttingen und ebenfalls Tagungsleiterin.

Den öffentlichen Auftaktvortrag „Empire, Globalisation, and the Subject“ hält der renommierte Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ranabir Samaddar (Mahanirban Calcutta Reasearch Group/Indien) am Dienstag, 6. Dezember, 18.00 Uhr im Oldenburger Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3). Ein öffentliches Konzert unter dem Motto „Night of the Global Music Player: Music Crossing Borders“ am Freitag, 7. Dezember, 20.30 Uhr, an der Universität (Campus Haarentor, Gebäude A11, Aula) ergänzen das Tagungsprogramm.

ⓘ www.neboco.org
 
ⓚ Kontakt:
Dr. Lydia Potts, Universität Oldenburg, Tel.: 0441/798-2530, E-Mail: lydia.potts(Klammeraffe)uni-oldenburg.de; Prof. Dr. Sabine Hess, Universität Göttingen, Tel.: 0551/39 25349, E-Mail: sabine.hess(Klammeraffe)phil.uni-goettingen.de
 
(Stand: 09.06.2021)