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19. Juni 2013   253/13   Personalie

Kunsthistoriker Detlef Hoffmann verstorben

Oldenburg. Prof. Dr. Detlef Hoffmann, pensionierter Kunsthistoriker der Universität Oldenburg, ist am 10. Juni im Alter von 72 Jahren verstorben.
Hoffmann studierte Kunstgeschichte und Philosophie in Hamburg, Freiburg, Frankfurt, München und Berlin. 1968 promovierte er mit einer Arbeit über die Karls-Fresken Alfred Rethels. Nach einem Forschungsstipendium war er von 1970 bis 1980 Kustos am Historischen Museum Frankfurt und Professor für Kunst- und Designgeschichte an der Fachhochschule Hamburg. 1981 folgte er dem Ruf an die Universität Oldenburg. Hier machte er sich mehr als 25 Jahre für museale Belange in Forschung und Lehre stark. Auf seine Initiative wurde der Masterstudiengang „Museum und Ausstellung“ ins Leben gerufen. Nicht nur Oldenburg verdankt ihm zahlreiche Ausstellungen, er beschäftigte sich ebenso mit Denkmälern auf dem Gelände ehemaliger Konzentrationslager und konzipierte mit Kooperationspartnern aus England und Polen eine viel beachtete Auschwitz-Ausstellung in Krakau. Hoffmann war Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats zur Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ und des Stiftungsrats der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.
Nach seiner Pensionierung 2006 war er unter anderem als Kurator bei der Reorganisation der Lüneburger Museen tätig. In Oldenburg war er an der Ausstellung des „Landesmuseum Natur und Mensch“ über Lawrence von Arabien beteiligt. Seine Forschungen zur Erinnerungspolitik und zum Museum bleiben grundlegend für weitere Studien auf den Feldern einer politisch relevanten Kunstgeschichte.

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