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06. Juni 2014   225/14   Veranstaltungsankündigung

Schlosssaalvortrag: Religionskriege der Frühen Neuzeit und europäische Identität

Oldenburg. „Von Mühlberg bis zur Schlacht am Boyne (1547 – 1690) – die Religionskriege als konstituierendes Element europäischer Identität“ – so lautet der Titel des Vortrags, den der renommierte Freiburger Historiker Prof. Dr. Ronald G. Asch am Donnerstag, 19. Juni, 20.00 Uhr, im Oldenburger Schloss hält. Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Schlosssaalvorträge“ statt, die der Oldenburger Landesverein für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V. veranstaltet. Sie ist zugleich Teil des von der Universität Oldenburg koordinierten Projekts „Freiheitsraum Reformation“, das sich in diesem Jahr dem Thema „Reformation, Erinnerungskultur, Erinnern und Tod“ widmet.
Asch ist Hochschullehrer für Neuere Geschichte an der Universität Freiburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte Europas, die Britische Geschichte im 16. und 17. Jahrhundert sowie Krieg und Konfessionen in Mitteleuropa im 17. Jahrhundert. In seinem Vortrag geht der Historiker auf die Religionskriege der Frühen Neuzeit ein und thematisiert die Bedeutung dieser blutigen Konflikte für die Entwicklung Europas. Denn Europa, so Asch, sei nicht in erster Linie eine Wertegemeinschaft, sondern eine Streitgemeinschaft. Gemeinsame Konfliktfelder, aber auch die Fähigkeit, den Streit am Ende beizulegen, hätten die Entwicklung Europas bestimmt. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Das Vortragsthema wird am Sonntag, 16. November, wieder aufgenommen: Dann gibt das Ensemble La Dolcezza und der niederländische Bassbariton Harry van der Kamp in der Lambertikirche Oldenburg das Konzert „Seufzer“. Es beschäftigt sich mit der musikalischen Aufarbeitung der frühneuzeitlichen Glaubenskriege und setzt sich mit den Themen Schuld, Tod und Sühne auseinander.

Auf dem Foto: Prof. Dr. Ronald G. Asch

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Annika Raapke, Koordination „Freiheitsraum Reformation“, Tel.: 0441/798-2369, E-Mail: annika.raapke(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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