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Clemens Hillenbrand

 

04. Juli 2014   264/14   Wissenschaftliche Tagung

Die Herausforderungen der Inklusion: Sonderpädagogische Fachtagung an der Universität

Oldenburg. „Fachgespräch Lernen“ – so der Name einer sonderpädagogischen Fachtagung, die derzeit an der Universität Oldenburg stattfindet. Zu Gast sind rund 30 SonderpädagogInnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie diskutieren bildungspolitische Fragen und aktuelle Forschungsprojekte, vor allem die Herausforderungen durch die Inklusion. Veranstalter ist die Arbeitsgruppe „Pädagogik und Didaktik bei Beeinträchtigungen des Lernens“ um Prof. Dr. Clemens Hillenbrand.
Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen stelle Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen prinzipiell in Frage, betont Hillenbrand. Die Schulform existiere seit 1881 unter wechselnden Bezeichnungen – Hilfsschule, Sonderschule oder Förderschule – und betreue die größte Anzahl von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Deutschland. In Niedersachsen läuft an den Förderschulen zurzeit die Grundschulstufe aus.
Die besonderen Lern- und Entwicklungsbedürfnisse der betroffenen Kinder und Jugendlichen stellen die Grundschulen und die Schulen im Sekundarbereich vor große Herausforderungen. Viele Lehrkräfte – so der Nationale Bildungsbericht 2014 – sind verunsichert und fühlen sich überfordert. „Besonders beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule, von der Grundschule in die weiterführende Schule und dann in die berufliche Bildung existiert ein großer Bedarf an Expertenwissen und wissenschaftlicher Unterstützung“, erklärt Hillenbrand.
Bei der Fachtagung stellt der Rostocker Sonderpädagoge Prof. Dr. Bodo Hartke das Rügener Inklusionsmodell vor. Hier wird die Unterstützung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Grundschulalter bereits seit vier Jahren erprobt und ausgewertet. In der Diskussion mit Dr. Peter Wachtel, Referent für die sonderpädagogische Förderung im Niedersächsischen Kultusministerium und Leiter der Arbeitsgruppe sonderpädagogische Förderung der Kultusministerkonferenz, werden aktuelle bildungspolitische Entwicklungen diskutiert. Zudem stellen WissenschaftlerInnen ihre aktuellen Forschungsprojekte vor: Die Themen reichen von der Unterrichtsforschung über gezielte Interventionen, die Unterstützung der Schulleitungen bei der Entwicklung inklusiver Schulen bis hin zu Fragen der Inklusion in der Sekundarstufe.

ⓘ www.sonderpaedagogik.uni-oldenburg.de/
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Clemens Hillenbrand, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Tel.: 0441/798-4623, E-Mail: c.hillenbrand(Klammeraffe)uni-oldenburg.de;
Dr. Conny Melzer, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Tel.: 0441/798-4933, E-Mail: conny.sylvia.melzer(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
Marie Christine Vierbuchen, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, Tel.: 0441/798-4932, E-Mail: marie.christine.vierbuchen(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)