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01. Oktober 2014   359/14  

„Ich füge mich nicht, ich demonstriere…“ – Dauerausstellung zum Leben und Wirken von Carl von Ossietzky wird eröffnet

Oldenburg. „Ich füge mich nicht, ich demonstriere (…) – Leben und Wirken von Carl von Ossietzky“ ist der Titel einer Ausstellung, die die Universitätsbibliothek ab Dienstag, 7. Oktober, erneut zeigt. Die Eröffnung mit dem Vortrag „Carl von Ossietzky – Zur Aktualität seiner Wertewelt“ von Prof. Dr. Gunilla Budde, Historikerin und Vizepräsidentin für Studium und Lehre, findet um 18.00 Uhr im Bibliothekssaal auf dem Campus Haarentor statt. Anschließend führt die Kuratorin Alexandra Otten durch die Ausstellung, deren exklusiver Partner die Oldenburgische Landesbank ist.
Entstanden anlässlich des 40. Geburtstags der Universität Oldenburg war die Ausstellung erstmals im Dezember letzten Jahres für die Öffentlichkeit zugänglich. Nach einer Zwischenstation im Schlauen Haus wird sie jetzt – vier Tage nach Ossietzkys 125. Geburtstag – als Dauerausstellung in der Universitätsbibliothek wiedereröffnet.

Über die Ausstellung:
Held, Märtyrer, Pazifist, Kommunist, Demokrat, Landesverräter – das sind nur einige der Etikettierungen, mit denen Ossietzky bedacht wurde. Anhand zahlreicher Originaldokumente aus seinem Nachlass – Briefe, Manuskripte, Fotografien sowie Audio- und Videoaufnahmen – beschäftigt sich die Dauerausstellung mit Deutungen und Vereinnahmungen, die der Journalist und Schriftsteller im Lauf der Zeit erfahren hat.

Zur Person:
Carl von Ossietzky (1889-1938) war Herausgeber und Chefredakteur der Wochenzeitschrift „Die Weltbühne“. Es gab kaum ein politisches Thema, das er nicht aufgegriffen hätte. Früh erkannte und analysierte er den Nationalsozialismus in seiner Gefährlichkeit und Brutalität. Gleich nach der Machtergreifung verhafteten die Nationalsozialisten ihn und internierten ihn im Konzentrationslager Esterwegen. Als ihm 1936 nach einer weltweiten Aufklärungskampagne der Friedensnobelpreis zuerkannt wurde, konnte er das KZ nur noch schwerkrank verlassen. Zur Entgegennahme der Auszeichnung durfte er nicht nach Oslo reisen. Nach seiner KZ-Haft wohnte er zusammen mit seiner Frau in einem kleinen Berliner Sanatorium – ständig bewacht von der Gestapo. Hier starb er 1938 an den Haftfolgen.

Der Namensgeber der Universität:
Als 1973 die Universität Oldenburg gegründet wurde, waren es Studierende, die im Gründungsausschuss Carl von Ossietzky als Namensgeber der Hochschule vorschlugen. Damit sollte das gesellschaftliche Engagement unterstrichen werden, das sich die Universität auf ihre Fahnen schreiben wollte. Diese Initiative fand innerhalb der Universität große Zustimmung, traf aber außerhalb auf Widerstand und heftige Ablehnung. Es dauerte fast zwei Jahrzehnte, bis der Niedersächsische Landtag es schließlich der Universität ermöglichte, sich den gewünschten Namen zu geben.

Hinweis für die KollegInnen der Presse:
Sie sind herzlich zu der Eröffnung der Dauerausstellung und der anschließenden Führung eingeladen.

ⓘ www.bisuni-oldenburg.de
 
ⓚ Kontakt:
Heike Andermann, Bibliotheks- und Informationssystem, Tel.: 0441/798-4610, E-Mail: heike.andermann(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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