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Martin Butler

Paul Mecheril

 

27. Oktober 2014   412/14   Wissenschaftliche Tagung

Widerstandsformen des 21. Jahrhunderts – Internationale Tagung in Oldenburg
Großes öffentliches Rahmenprogramm mit hochkarätigen Wissenschaftlern, Filmemachern und Künstlern

Oldenburg. Protest und Widerstand weltweit! Die Aufstände auf dem Maidan in Kiew, die Occupy Gezi-Proteste in Istanbul oder der Arabische Frühling in Nordafrika – die globalen Protestbewegungen haben den Forschungsgegenstand „Widerstand“ erneut in den Fokus der Wissenschaft gerückt. So vielfältig die Formen des Widerstands sind, so vielfältig sind auch die wissenschaftlichen Erklärungsversuche: Die internationale Konferenz „Resistance, Subjects, Representations, Contexts“ nimmt sich vom 6. bis 8. November im Oldenburger Kulturzentrum PFL (Peterstraße 3) aktueller Widerstandsfomen des 21. Jahrhunderts an – aus interdisziplinärer und transkultureller Sicht. Die beiden Tagungsleiter von der Universität Oldenburg, der Amerikanist Prof. Dr. Martin Butler und der Migrationspädagoge Prof. Dr. Paul Mecheril, erwarten mehr als 100 internationale TeilnehmerInnen. Unter anderem werden die Literaturwissenschaftlerin und Mitbegründerin der postkolonialen Theorie Prof. Dr. Gayatri Chakravorty Spivak, der renommierte Publizist und Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik, sowie Prof. Dr. Peter McLaren, einer der weltweit führenden Vertreter kritischer Pädagogik, an der Tagung teilnehmen und öffentliche Vorträge halten. „Die Finanzkrise, das Aufbäumen des Turbokapitalismus, der Verlust des Vertrauens in die Politik – das sind nur einige Möglichkeiten, das Erstarken von Widerstandsbewegungen zu erklären“, so Butler. Ziel der Tagung sei es, die Widerstandsformen, ihre Voraussetzungen, ihre ästhetischen Formen und auch ihre kontextspezifischen Ansätze herauszuarbeiten und die ethische Dimension des Themas offenzulegen. „Wir freuen uns besonders, dass wir gerade im Geburtstagsjahr der Universität eine Tagung veranstalten können, die ganz in der Tradition des Namensgebers Carl von Ossietzky steht“, ergänzt Mecheril.
Die New Yorker Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Gayatri C. Spivak eröffnet die Tagung mit dem öffentlichen Vortrag „How is it to Resist?“ am Donnerstag, 6. November, 14.00 Uhr, im Kulturzentrum PFL. Einen Tag später hält Prof. Dr. Peter McLaren (Hochschullehrer für Kritische Studien, Chapman University) um 8.30 Uhr die öffentliche Impulsvorlesung „Revolutionary Critical Pedagogy Against Austerity Capitalism. The Challenge Ahead“. Und Prof. Dr. Micha Brumlik thematisiert in seinem Vortrag „Remembering Resistance“ am Samstag, 8. November, 11.30 Uhr, unter anderem Carl von Ossietzkys Widerstand gegen die Nationalsozialisten.
Ein großes Rahmenprogramm rundet das Veranstaltungsprogramm, das aus über 60 Vorträgen und Workshops besteht, ab. Unter anderem wird die Dokumentation „Cultures of Resistance“ von Iara Lee am Donnerstag, 6. November, 21.00 Uhr, im Programmkino Casablanca (Johannisstr. 17) gezeigt. In dem Film untersucht die Aktivistin, Filmemacherin und Direktorin des „Cultures of Resistance Networks“, wie Kunst und Kreativität im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit eingesetzt wird. Einen Tag später, Freitag, 7. November, 21.00 Uhr, präsentiert die kubanische Künstlerin Tania Bruguera ihre Performance "Artivism".

ⓘ www.resistance.uni-oldenburg.de
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Martin Butler, Institut für Anglistik / Amerikanistik, Tel.: 0441/798-2320, E-Mail: martin.butler(Klammeraffe)uni-oldenburg.de, Prof. Dr. Paul Mecheril, CMC, Tel.: 0441/798-2142, E-Mail: paul.mecheril(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)