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24. November 2014   477/14   Forschung

Libellenart Grüne Mosaikjungfer: Erfolgreiche Wiederansiedlung in Oldenburg und der Wesermarsch

Oldenburg. Die Grüne Mosaikjungfer (Aeshna viridis) ist als eine der seltensten Libellenarten Niedersachsens vom Aussterben bedroht. Der Grund: Die Libellenart ist an Gewässer mit Vorkommen der Krebsschere (Stratiotes aloides) gebunden. Die Eiablage findet ausschließlich in dieser ebenfalls seltenen Wasserpflanze statt. Zum Schutz und zur Wiederansiedlung der Grünen Mosaikjungfer unterhält die Arbeitsgruppe „Vegetationskunde und Naturschutz“ am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU) der Universität Oldenburg seit zweieinhalb Jahren ein großangelegtes Kooperationsprojekt – gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) – das bereits erste Erfolge zeigt.
Die wichtigste Maßnahme zur Rettung der Grünen Mosaikjungfer besteht darin, die Krebsscheren-Bestände zu sichern und wiederherzustellen. Deshalb richtete kürzlich die Arbeitsgruppe unter der Leitung des Biologen Prof. Dr. Rainer Buchwald in Zusammenarbeit mit der Storchenpflegestation Wesermarsch und dem Landkreis Wesermarsch einen stark verlandeten Graben neu her. Die Baggerarbeiten auf einem Feld nahe Berne auf 85 Metern Länge und sechs Metern Breite bei einer Tiefe von eineinhalb Metern dauerten zwei Tage. Insgesamt wurden 570 Kubikmeter Erde bewegt. „Wir konnten das Gebiet in seinen ursprünglichen Zustand zurück versetzen, so dass ideale Bedingungen zur Wiederansiedlung der Krebsschere herrschen, um somit die Eiablage der Mosaikjungfer zu ermöglichen“, erklärt Buchwald. Darüber hinaus könnten von der Renaturierung auch heimische Amphibienarten oder weitere Libellenarten profitieren.
Innerhalb der letzten zwei Jahre bemühten sich die Oldenburger WissenschaflterInnen in enger Absprache mit Naturschutzbehörden und Unterhaltungsverbänden, die Grüne Mosaikjungfer an Gräben im Naturschutzgebiet „Bornhorster Huntewiesen“, an Teichen am Stadtrand von Oldenburg sowie an Gräben in den Landkreisen Oldenburg und Wesermarsch wieder anzusiedeln. Mit Erfolg: An 80 Prozent der renaturierten Gebiete wächst nun die Krebsschere. Bereits bei der Hälfte der Gewässer konnten die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe die Eiablage der Grünen Mosaikjungfer beobachten.

Auf dem Foto: Baggern für den Lebensraum seltener Libellen (Foto: Friederike Kastner, Universität Oldenburg).

ⓘ www.uni-oldenburg.de/vegetationskunde
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Rainer Buchwald, AG Vegetationskunde und Naturschutz, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Tel.: 0441/798-4717, E-Mail: rainer.buchwald(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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