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15. Mai 2015   196/15   Veranstaltungshinweis

„Demut und Macht. Die christlichen Kaiser der Spätantike“ – Vortrag des Historikers Hartmut Leppin

Oldenburg. „Demut und Macht. Die christlichen Kaiser der Spätantike“ – zu diesem Thema spricht der renommierte Altertumswissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Leppin (Universität Frankfurt am Main) in seinem Vortrag am Mittwoch, 20. Mai, 19.00 Uhr in der Lambertikirche. Leppins Vortrag ist Teil der Reihe „Pomp & Circumstance. Medien und Praktiken von Herrschaft in der Geschichte“, die das Institut für Geschichte der Universität Oldenburg und das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) gemeinsam ausrichten.
Die Annahme des Christentums durch Constantin den Großen zu Beginn des 4. Jahrhunderts und der damit verbundene Legitimationsdruck dieses ‚neuen‘ christlichen Kaisertums führten auch zu Veränderungen des Herrscherideals: So propagierten christliche Denker Demut als eine kaiserliche Tugend. Lange wurde diese Forderung als eine Erniedrigung des Kaisers verstanden, doch die neuere Forschung hat eine andere Sicht auf die Dinge gewonnen, wie Leppin in seinem Vortrag zeigt: Mit demütigem Verhalten vermochte der Kaiser Fehler zu bekennen und auszugleichen und konnte so seinen Gegnern den Wind aus den Segeln nehmen. Außerdem verlieh ihm seine Demut eine geistliche Autorität, wie sie sonst nur Priester besaßen, mit denen er so erfolgreich konkurrieren konnte. Insgesamt wuchs also mit der Demut die Macht der christlichen Kaiser.

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Dr. Sarah Neumann, Institut für Geschichte, Tel.: 0441/798-2621, E-Mail: sa.neumann(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)