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André R. Köller

 

28. Mai 2015   212/15   Veranstaltungsankündigung

„Komplizenschaft. Praktische Adelsherrschaft im spätmittelalterlichen Nordwesten“

Oldenburg. Einen kulturwissenschaftlichen Blick auf den hohen Adel im spätmittelalterlichen Nordwesten zwischen Weser und Ems richtet der Historiker Dr. André R. Köller am Mittwoch, 3. Juni, 19.00 Uhr im Schlauen Haus Oldenburg (Schlossplatz 16). Titel seines Vortrags, der in der Reihe „Pomp & Circumstance. Medien und Praktiken von Herrschaft in der Geschichte“ stattfindet: „Komplizenschaft. Praktische Adelsherrschaft im spätmittelalterlichen Nordwesten“. Im Mittelpunkt stehen dabei Praktiken und Medien, mit denen insbesondere die Grafen von Oldenburg und von Ostfriesland ihre Untertanen dauerhaft zu Verbündeten machten.

Adlige Herrschaft im Mittelalter erscheint angesichts ihrer übergroßen und langanhaltenden Wirkungsmacht aus der Rückschau betrachtet als historische Notwendigkeit. Das war sie aber keineswegs. Der Anspruch einer kleinen Minderheit der Bevölkerung auf Herrschaft über Land und Leute war nur unter einer Voraussetzung umsetzbar: Die große Mehrheit der Beherrschten musste zu Komplizen werden. Ohne ihre Anerkennung wäre Adelsherrschaft nicht möglich gewesen. Wie wurden die Beherrschten überhaupt zu Komplizen des Adels? Wie sah diese Komplizenschaft konkret aus? Und warum ertrugen sie diese große politische und soziale Ungleichheit? Diesen Fragen widmet sich Köller, dessen Dissertation an der Universität Oldenburg im vergangenen Jahr mit dem Preis für niedersächsische Landesgeschichte ausgezeichnet wurde, in seinem Vortrag.

Die Reihe „Pomp & Circumstance. Medien und Praktiken von Herrschaft in der Geschichte“ veranstaltet das Institut für Geschichte der Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE). Der Eintritt ist frei.

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ⓚ Kontakt:
Dr. Sarah Neumann, Institut für Geschichte, Tel.: 0441/798-2621, E-Mail: sa.neumann(Klammeraffe)uni-oldenburg.dee
 
(Stand: 20.04.2022)