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Anke Hanft

 

19. Juni 2015   256/15   Forschung / Weiterbildung / Wissenschaftliche Tagung

Tagung zu Lebenslangem Lernen und Weiterbildung
Ergebnisse der Begleitforschung in Broschüre publiziert

Oldenburg. Hochschulstrukturen und Studienangebote für den demographischen Wandel fit machen und für neue Zielgruppen öffnen: Auf diesen Weg haben sich im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ inzwischen fast 100 Hochschulen bundesweit begeben – wissenschaftlich begleitet von Experten der Universität Oldenburg, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Deutschen Universität für Weiterbildung. Zentrale Erkenntnisse ihrer Begleitforschung diskutierten sie nun auf einer Tagung mit internationalem Kontext im Berliner Humboldt-Carré. Titel: „Lebenslanges Lernen und Weiterbildung – Deutsche Hochschulen im Spiegel internationaler Erfahrungen“.
„Der Wettbewerb steht am Schnittpunkt zentraler bildungs- und hochschulpolitischer Prozesse auf europäischer Ebene“, betonte die zuständige Referatsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Dorothee Buchhaas-Birkholz. „Mit der Öffnung insbesondere für berufstätige Zielgruppen holen viele Hochschulen eine Entwicklung nach, die andere Länder bereits seit Langem vollzogen haben“, unterstrich die federführende Projektleiterin Prof. Dr. Anke Hanft von der Universität Oldenburg. Dabei erlebten sie vielfältige Herausforderungen: „Weiterbildende Studiengänge für heterogene Zielgruppen, die sich zudem aus Gebühreneinnahmen finanzieren sollen, stehen im Wettbewerb mit anderen Anbietern auch außerhalb der Hochschulen – die Anforderungen sind mit denjenigen an grundständige Studiengänge kaum vergleichbar.“
Um den Herausforderungen lebenslanger Lernangebote gemeinsam zu begegnen und langfristige Kooperationsprojekte zu entwickeln, hatten rund 230 TeilnehmerInnen – neben den Vorträgen internationaler BildungsexpertInnen – auf der Berliner Tagung auch die Gelegenheit, sich im neuen Netzwerk „Offene Hochschulen“ zusammenzutun. Die Fäden der sich im Rahmen des Wettbewerbs aktuell gründenden Netzwerke laufen in drei regionalen Knotenpunkten an den Universitäten Oldenburg, Weimar und Ulm zusammen.
Um die Erkenntnisse der ersten Phase des Bund-Länder-Wettbewerbs für alle Hochschulen nutzbar zu machen, haben die Partnerhochschulen der wissenschaftlichen Begleitung anlässlich der Tagung eine Broschüre publiziert. Unter dem Titel „Weiterbildung und Lebenslanges Lernen an Hochschulen“ gibt diese – neben Grußworten von Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Brunhild Kurth – einen Überblick über den Wettbewerb, seinen bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Kontext sowie die Herausforderungen an die Hochschulen. Schließlich fasst die Publikation zentrale Erfahrungen in puncto Management, Heterogenität von Zielgruppen und zielgruppengemäßen Studienformaten zusammen. Die Broschüre ist online abrufbar unter https://de.offene-hochschulen.de/wb-broschuere.

Über den Bund-Länder-Wettbewerb:
Bund und Länder haben im Jahr 2008 die Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“ gestartet – mit dem Ziel verbesserter Bildungschancen für alle. Der Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ ist Teil dieser Initiative (http://www.wettbewerb-offene-hochschulen-bmbf.de). Ziel ist es, Konzepte für berufsbegleitendes Studieren und lebenslanges, wissenschaftliches Lernen besonders für Berufstätige, Personen mit Familienpflichten und BerufsrückkehrerInnen zu fördern.
Die wissenschaftliche Begleitung verfolgt das Ziel, vorhandene wissenschaftliche Expertise in die Begleitung und Beratung geförderter Projekte einzubringen und diese gemeinsam mit den beteiligten Hochschulen weiter auszubauen.

ⓘ www.offene-hochschulen.de
www.uni-oldenburg.de/paedagogik/web
 
ⓚ Kontakt:
Bianca Prang (Projektkoordination), Tel.: 0441/798-4321, E-Mail: bianca.prang(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)