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08. Juli 2015   291/15  

Wenn das Wartezimmer voller Kuscheltiere ist: 200 Kinder bei Teddybärkrankenhaus im Klinikum

Oldenburg. Rund 200 Kinder ließen in den vergangenen beiden Tagen im „Teddybärkrankenhaus“ in der Kinderklinik des Klinikums Oldenburg ihre Kuscheltiere verarzten. Zum einen suchten etwa 180 Kinder aus zehn Kindergartengruppen mit ihren Teddys und anderen Lieblingen den ärztlichen Rat von Medizinstudierenden der Universität Oldenburg. 20 weitere kamen zur offenen Sprechstunde.
„Die Kinder hatten als Teddymama oder Teddypapa die Möglichkeit, aus sicherer Entfernung mitzuerleben, dass ein Arztbesuch nichts ist, wovor sie sich fürchten müssen“, sagt Medizinstudentin Leona Buschmann, die mit Kommilitonen aus der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften die Veranstaltung organisiert hatte.
Für die beiden Tage hatten sie in der Kinderklinik insgesamt sechs „Stationen“ eingerichtet, die die Kinder durchlaufen konnten: Im Sprechzimmer wurden die Kuscheltiere untersucht und verarztet. Die Teddyärzte stellten auch Rezepte aus, die die Kinder in der „Apotheke“ einlösen konnten. Dort bekamen sie kleine Geschenke zur Erinnerung an das Teddybärkrankenhaus. Im Röntgenzimmer wurden die Kuscheltiere „geröntgt“. Zusätzlich erklärten die Medizinstudierenden den Kindern an dieser Station etwas über Strahlenschutz. Bei der „Teddy-OP“ konnten die Kinder dabei helfen, einen Teddy mit einer Operation von seinen Schmerzen zu befreien. Gleichzeitig lernten sie etwas über Hygiene, den Ablauf einer Operation sowie über den menschlichen Körper und seine Funktionen.
Neben den klinischen Stationen hatten die Medizinstudierenden zwei weitere eingerichtet, die sich mit Prävention beschäftigten: An der Station „Spiel und Spaß“ konnten die Kinder ihrem Bewegungsdrang nachkommen. Die Station Ernährung brachte den Kindern das Thema gesunde Ernährung näher. Sie konnten dort Lebensmittel sortieren, die gut oder schlecht für den Körper sind.
Das Projekt Teddybärkrankenhaus entstand in den 1990er-Jahren in Skandinavien. Inzwischen wird es in vielen deutschen Städten angeboten. In Oldenburg fand die Aktion zum zweiten Mal statt.

Auf dem Foto: Im Operationssaal des „Teddybärkrankenhauses“ legte der medizinische Nachwuchs gemeinsam Hand an – zum Wohl der Kuscheltiere.

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Caj Torben Petermann, E-Mail: tbk(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
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