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11. September 2015   343/15   Studium und Lehre

Der direkte Blick in Oldenburgs Geschichte
Geschichtsstudierende veröffentlichen Buch über archäologische Ausgrabungen

Oldenburg. Geschichtsstudium mal anders: Statt historische Texte zu analysieren haben sich Studierende der Universität Oldenburg mit archäologischen Ausgrabungen beschäftigt. Ihre Erkenntnisse aus den Dokumentationen verschiedener Oldenburger Grabungsstellen haben sie in dem Buch „Auf Spurensuche mit Bagger und Pinsel“ zusammengetragen, das einige von ihnen heute gemeinsam mit ihrer Lehrbeauftragten Dr. Jana Esther Fries der Öffentlichkeit präsentierten.
Auf 140 Seiten beschreiben die Studierenden ihren Ausflug in die Welt der Archäologie. So berichtet beispielsweise Jacquline Christin Schau im Kapitel „Von Bechern, Gräbern und dem Jenseits“ über Bestattungsriten der jungsteinzeitlichen Oldenburger. „Beste Reste der Oldenburger Oberschicht“ hat Linda Ennen zusammengetragen, und Antje Katharina Stulken versucht, hinter das Geheimnis der 1977 in Wechloy entdeckten Goldscheibenfibel zu kommen. Wie konnte das Schmuckstück, das vermutlich im 9. Jahrhundert in Italien gefertigt wurde, in einem Graben in Oldenburg landen?
Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Lehr-Modul, das vor etwa zwei Jahren stattfand, hatte die Lehrbeauftragte Fries, im Hauptberuf Oldenburger Bezirksarchäologin beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege. Sie bietet regelmäßig Lehrveranstaltungen am Institut für Geschichte der Universität an und fungiert außerdem als Herausgeberin des nun erschienenen Buchs. „Für beide Seiten, Studierende und Dozentin, kann eine solches Projekt anstrengend sein und doch viel Spaß machen“, sagt Fries. Immerhin kommen die Teilnehmer aus einer anderen wissenschaftlichen Disziplin als sie selbst und hatten bisher wenig mit den Methoden und Fachbegriffen der Archäologie zu tun. Doch Fries hat einen effektiven Weg gefunden, auch Neulinge an die Archäologie heranzuführen. „Das Konkrete und Handgreifliche, zum Beispiel einen Feuerstein zu schlagen, erklärt die Dinge immer noch am besten“, sagt die erfahrene Archäologin.
Das Buch „Auf Spurensuche mit Bagger und Pinsel – Archäologische Ausgrabungen in Oldenburg“ ist im Isensee Verlag Oldenburg erschienen. Es kostet 12,80 Euro.

ⓘ www.nld.niedersachsen.de
www.uni-oldenburg.de/geschichte
 
ⓚ Kontakt:
Dr. Jana Esther Fries, Tel.: 0441/799-2120, E-Mail: jana.fries(Klammeraffe)nld.niedersachsen.de
 
(Stand: 09.06.2021)