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27. Oktober 2015   403/15   Veranstaltungsankündigung

Der Weg zur Inklusion
Kurzfilm, Ausstellung und Vortrag beleuchten Alltag von Menschen mit Beeinträchtigungen

Oldenburg. Wie sehr sich das Leben von Menschen mit einer Beeinträchtigung in den vergangenen Jahrhunderten geändert hat, lässt sich anhand der Geschichte des Klosters Blankenburg bei Oldenburg besonders gut nachvollziehen. Die Veranstaltung „Der Weg zur Inklusion – die Veränderungen des Alltags von Menschen mit Beeinträchtigungen vom 13. Jahrhundert bis heute“ am Montag, 2. November, bietet die Möglichkeit, die Entwicklung zum heutigen Inklusionsmodell ein Stück weit mitzugehen. Ab 18.00 Uhr lädt die Interkulturelle Arbeitsstelle IBIS e.V. in Kooperation mit der Universität Interessierte in ihre Räume (Klävemannstraße 14) ein.
Blankenburg ist ein Ort, der Fürsorge und Ausgrenzung, Aufnahme und Deinstitutionalisierung in sich vereint. Im Laufe seiner Geschichte lebten auf dem Klostergelände Menschen, die aus verschiedenen Gründen Ausgrenzung, aber auch Hilfe erfuhren, wie Arme, Waisen, psychisch kranke Menschen, geistig behinderte Menschen, aber auch Über-, Aussiedler und Menschen auf der Flucht. Studierende der Sonder- und Rehabilitationspädagogik an der Universität begaben sich im Rahmen eines Seminars auf Spurensuche in Blankenburg. Die Ergebnisse stellt die Sonderpädagogin Prof. Dr. Andrea Erdélyi im Rahmen der Veranstaltung vor. Auch eine unter ihrer Leitung entstandene studentische Ausstellung, die ab dem 16. November im Bibliothekssaal der Universität zu sehen sein wird, kann in den IBIS-Räumen bereits vorab bis zum 5. November angeschaut werden.
Schülerinnen und Schüler der Schule am Borchersweg, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, setzen sich ebenfalls mit dem Thema auseinander. Sie erstellten den Kurzfilm „Die Freundschaft und der Streit“, der an diesem Abend erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wird. Das Besondere daran: die Schülerinnen und Schüler kommunizieren aufgrund ihrer motorischen Beeinträchtigung über Sprachcomputer. Mithilfe dieser Geräte haben sie das Drehbuch verfasst und den Animationsfilm vertont. Eröffnet wird die Veranstaltung von Constanze Schnepf (IBIS e.V.) und Felix Kohn (Behindertenbeirat der Stadt Oldenburg).

ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Andrea Erdélyi, Tel.: 0441/798-4753, E-Mail: andrea.erdelyi(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 20.04.2022)