Kontakt

Presse & Kommunikation

Pressemitteilungen

 

» Druckversion

 

» März 2016
» Gesamtübersicht

 

31. März 2016   092/16   Forschung

VolkswagenStiftung fördert Oldenburger Forscher-Kooperation
Zuschlag für trilaterales Projekt zur Kreuzung von Nutzpflanzen

Oldenburg. Die VolkswagenStiftung hat im Rahmen ihrer Ausschreibung „Trilaterale Partnerschaften" ein Vorhaben der Universität Oldenburg bewilligt. Der Zuschlag geht an ein Projekt zur Kreuzung von Wildpflanzen (Hybridisierung) des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften, das in Kooperation mit Forschungsgruppen aus Russland und der Ukraine verwirklicht wird. Ziel ist, neben Unterschieden vor allem die Parallelen in der Anpassung der Flora in Südsibirien und Zentraleuropa nachzuweisen. Die VolkswagenStiftung stellt hierfür 200.000 Euro zur Verfügung.
Die Oldenburger Arbeitsgruppe „Biodiversität und Evolution der Pflanzen“ unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Albach beschäftigt sich unter anderem mit Fragen zur innerartlichen Variation und Artbildung, insbesondere der Hybridisierung. Gemeint ist die Kreuzung von zwei verschiedenen Pflanzenarten. Die Erkenntnisse der Forscher helfen, die Evolution der Arten besser zu verstehen, um so letztlich auch das Züchten von Nutzpflanzen zu optimieren.
Im Rahmen des Projekts wird die Einkreuzung in die Pflanzenart „Veronica spicata“, als „Ähriger Blauweiderich“ bekannt, untersucht. Die Gartenpflanze gedeiht auch wild – vor allem in den Steppen Eurasiens. Die Wissenschaftler wollen nachweisen, dass es auf multiregionaler Ebene auch parallele Anpassungen der Pflanze gibt und bedienen sich dazu Methoden der morphologischen, mikroskopischen und molekularen Analyse.
„Bestimmte Regionen in Südsibirien und Zentraleuropa sind bereits seit Jahrtausenden floristisch miteinander verbunden. Im Rahmen der trilateralen Kooperation – auch mit großen botanischen Gärten – können wir diese Zusammenhänge noch gezielter untersuchen“, so Prof. Dr. Dirk Albach.

Die VolkswagenStiftung will mit ihrer Ausschreibung die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aus Russland, der Ukraine und Deutschland stärken und damit Brückenschläge ermöglichen. Die Vorhaben sind in den Biowissenschaften, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften sowie den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) verortet.

ⓘ www.plant-evol.uni-oldenburg.de
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Dirk Albach, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, Tel.: 0441/798-3339, E-Mail: dirk.albach(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 09.06.2021)