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20. Juni 2016   209/16   Forschung / Weiterbildung

Nachhaltiges Wirtschaften: Berufspädagogik erhält mehrjährige Förderung des Bundes
Rund 800.000 Euro für Oldenburger Modellprojekte

Oldenburg. Kleine und mittelständische Betriebe für nachhaltiges Wirtschaften gewinnen – dieses Ziel verbindet zwei berufspädagogische Projekte der Universität Oldenburg, die sie gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg durchführt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) fördert die beiden auf drei Jahre angelegten Modellversuche mit insgesamt rund 800.000 Euro aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums.
„Die erfolgreich eingeworbenen Mittel zeigen einmal mehr, dass wir mit unserem Kompetenzschwerpunkt zur Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung den Nerv der Zeit treffen“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper. Die Universität, in deren Profil das Thema Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten fest verankert ist, entwickle sich immer mehr zu einem Zentrum der Organisations- und Personalentwicklung für nachhaltiges Wirtschaften im Handel.
Beide Projekte sind an der Universität Oldenburg bei Prof. Dr. Karin Rebmann im Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik (Fakultät II Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften) angesiedelt. Das erste Projekt trägt den Titel „Geschäftsmodell- und Kompetenzentwicklung für Nachhaltiges Wirtschaften im Handel (GeKoNaWi)“. Es richtet sich an Ausbilder und ausbildendes Fachpersonal im Groß-, Außen- und Einzelhandel in der Region Weser-Ems. Im Mittelpunkt steht eine vierteilige Modulfortbildung zum nachhaltigen Wirtschaften, die mit einem Zertifikat der Industrie- und Handelskammer (IHK) abschließen soll. Das Besondere: Die Teilnehmer lernen nicht nur, wie Unternehmen nachhaltig handeln können, sie entwickeln auch gleich ein Konzept, dieses Wissen in die Ausbildung zu integrieren. Die konkreten Inhalte der Module entwickeln die Wissenschaftler vor dem eigentlichen Projektstart im Frühjahr 2017 gemeinsam mit Firmenvertretern. Wissenschafts-Praxis-Workshops und Fragebögen, die an rund 350 Firmen in ganz Niedersachsen verschickt werden, sollen sicherstellen, dass das Oldenburger Modell den tatsächlichen Bedürfnissen in den Unternehmen gerecht wird.
Das zweite Projekt „Innovationsprojekte und Innovationskompetenz für eine Nachhaltige Entwicklung im Einzelhandel (InnoNE)“ zielt darauf ab, gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Betrieben ein Instrumentarium zu entwickeln, das sie beim Planen und Durchführen nachhaltigkeitsorientierter Projekte unterstützt. Es soll eine Art „Werkzeugkasten“ entstehen, der den Unternehmen all das zur Verfügung stellt, was sie zum Etablieren von mehr Nachhaltigkeit benötigen. Das kann beispielweise das Aufnehmen nachhaltiger Produkte in das Warensortiment sein oder ein firmenweites Projekt zum Stromsparen. Das Instrumentarium soll kostenlos im Internet angeboten werden. Zudem will das Projekt „InnoNE“ die Innovationskompetenz der beteiligten Mitarbeiter fördern. Es richtet sich an kleine und mittelständische Betriebe aus dem stationären Einzelhandel in der Region Weser-Ems und im Elbe-Weser-Raum. Insgesamt nehmen zwölf Betriebe am Modellversuch teil.
Kooperationspartner beider Projekte sind die IHK für Ostfriesland und Papenburg, der Einzelhandelsverband Ostfriesland, der Handelsverband Nordwest, der AGA Norddeutscher Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung, sowie verschiedene Berufsbildende Schulen und „Promotorenbetriebe“ in der Weser-Ems- und der Elbe-Weser-Region.

ⓘ www.uni-oldenburg.de/bwp/
www2.bibb.de/bibbtools/de/ssl/33716.php
 
ⓚ Kontakt:
Prof. Dr. Karin Rebmann, Tel.: 0441/798-4130, E-Mail: karin.rebmann(Klammeraffe)uni-oldenburg.de
 
(Stand: 05.02.2021)