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15. März 2017    080/17    Studium und Lehre

Ministerpräsident Stephan Weil besucht European Medical School Oldenburg-Groningen

Oldenburg. Über neue Wege in der Medizinerausbildung und in der medizinischen Forschung hat sich heute Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil an der Universität Oldenburg informiert. Bei seinem Besuch der „European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)“, einem Kooperationsprojekt der Universität Oldenburg und der Rijksuniversiteit Groningen (Niederlande), erhielt Weil exklusive Einblicke in das europaweit einzigartige Konzept des länderübergreifenden humanmedizinischen Modellstudiengangs. Zudem informierte er sich über Forschungsaktivitäten der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften – etwa in der Hörforschung, wo er das neu eingerichtete „Virtual Reality Lab“ besuchte.

„Das Konzept der EMS ist sehr überzeugend – und es ist ganz offensichtlich ein Projekt, in dem viel Herzblut steckt“, erklärte Weil anlässlich seines Besuchs. Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper sagte: „Die Erwartungen an unseren Modellstudiengang waren von Beginn an sehr hoch. Heute, rund vier Jahre nach dem Start, haben wir die Gewissheit: das Studienkonzept der EMS geht auf, die Studierenden sind begeistert und ihre Leistungen und Kompetenzen sind hervorragend.“ Prof. Dr. Sibrand Poppema, Präsident der Rijksuniversiteit Groningen, war ebenfalls nach Oldenburg gekommen, um Ministerpräsident Weil zu begrüßen: „Die Universität Groningen und den Nordwesten Niedersachsens verbindet eine mehr als 400-jährige Beziehung, die in einer europaweit einzigartigen Bildungs- und Forschungszusammenarbeit in Form der gemeinsamen European Medical School gipfelt.“

Die Besonderheiten der länderübergreifenden Medizinerausbildung stellte die kommissarische Dekanin der Fakultät VI, Prof. Dr. Martina Kadmon, vor. „Vom ersten Tag an prägt ein starker Praxisbezug den Alltag unserer Studierenden. Zweimal jährlich hospitieren sie in allgemeinmedizinischen Praxen der Region und bekommen so von Beginn an einen realistischen Einblick in die Herausforderungen des Arztberufs“, sagte Kadmon.

Auch mit Studierenden aus Oldenburg und Groningen kam der Ministerpräsident ins Gespräch und erfuhr so „aus erster Hand“, wie der ärztliche Nachwuchs seine Ausbildung in der EMS beurteilt. Einen Einblick in moderne digitale Lehrmethoden in der Anatomie gewährte eine Demonstration der virtuellen Mikroskopie und des Projekts „Virtueller Präpariersaal“, das in Kooperation mit der Groninger Fakultät vorangetrieben wird.

Auf dem Besuchsprogramm stand zudem das neu eingerichtete „Virtual Reality Lab“ (VR Lab) zur Forschung im Exzellenzcluster „Hearing4all“. Dabei handelt es sich um einen akustisch gedämpften Raum, um dessen Mittelpunkt herum zahlreiche Lautsprecher angeordnet sind. Hochauflösend werden hier komplexe Hörsituationen simuliert, die eine 180-Grad-Leinwand gleichzeitig visualisiert. Das VR Lab soll dazu beitragen, das Ziel eines smarten, raumbewussten Hörgeräts Realität werden zu lassen. 

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Ministerpräsident Stephan Weil (2. v. l.) bei seinem Besuch der European Medical School Oldenburg-Groningen. Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper (l.), die kommissarische Dekanin der Fakultät VI, Prof. Dr. Martina Kadmon und Prof. Dr. Sibrand Poppema, Präsident der Rijksuniversiteit Groningen zeigten ihm auch das neu eingerichtete "Virtual Reality Lab". Foto: Universität Oldenburg

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(Stand: 05.02.2021)