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Ingo Mose

Nadine Kramer

24. April 2017    142/17    Wissenschaftliche Tagung

Zukunftsperspektiven der Wattenmeer-Region

Öffentliche ZENARiO-Jahrestagung befasst sich mit neuem UNESCO-Biosphärenreservat an der niedersächsischen Küste

Oldenburg. Wie lässt sich die Wattenmeer-Region an der niedersächsischen Küste als UNESCO-Biosphärenreservat künftig nachhaltig entwickeln? Wie gelingt es, Bereiche diesseits des Deiches als Modellregion für nachhaltiges Leben und Wirtschaften im Küstenraum zu identifizieren und zu gestalten? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich Experten aus Tourismus, Kultur, Verkehr, Naturschutz und Kommunalpolitik auf der diesjährigen Jahrestagung des Zentrums für nachhaltige Raumentwicklung in Oldenburg (ZENARiO) am Mittwoch, 3. Mai, in der Universität Oldenburg. ZENARiO lädt gemeinsam mit der  Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer auch die interessierte Öffentlichkeit ein. Die Veranstaltung beginnt um 9.00 Uhr im Saal der Universitätsbibliothek (Campus Haarentor, Uhlhornsweg 49-55) und endet gegen 17.00 Uhr.

UNESCO-Biosphärenreservate repräsentieren einzigartige Natur- und Kulturlandschaften. Kerngebiet des Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer ist der gleichnamige Nationalpark, in dem die natürlichen Prozesse möglichst ungestört ablaufen. Gemäß UNESCO-Kriterien nimmt jedoch eine sogenannte Entwicklungszone mindestens die Hälfte der Fläche eines marinen Biosphärenreservats ein. Diese Bereiche sollen als Modellregionen zeigen, wie Lebens- und Kulturräume gemeinsam mit den dort lebenden und wirtschaftenden Menschen entwickelt und gesichert werden können. Ein gutes Beispiel hierfür sei die gemeinsame Ausgestaltung eines nachhaltigen Tourismus, sagt Peter Südbeck, Leiter der Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltung. „Dabei ist es wichtig, die Bevölkerung in die Planung und Gestaltung des Gebiets einzubeziehen“, ergänzt ZENARiO-Direktor Prof. Dr. Ingo Mose. Die Experten der Tagung diskutieren daher auch darüber, welche Rolle innovative Ansätze nachhaltiger Entwicklung bei der Einrichtung einer Entwicklungszone im Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer spielen können. Lernen können die Wissenschaftler auch von den Kenntnissen und Erfahrungen der Kollegen: So referiert der langjährige Leiter des Biosphärenreservats Schaalsee, Klaus Jarmatz, über 20 Jahre erfolgreiche Nachhaltigkeitsförderung. Außerdem hält die Greifswalder Nachhaltigkeitsexpertin Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann einen Vortrag über die Herausforderungen und Potenziale von Biosphärenreservaten.

ZENARiO bündelt raum- und regionalwissenschaftliche Kompetenzen der Nachhaltigkeitsforschung und -lehre an der Universität Oldenburg. Es nimmt dabei eine Brückenfunktion ein, die verschiedene natur-, wirtschafts-, sozial- und politikwissenschaftliche Arbeitsgruppen unter dem gemeinsamen Dach der Nachhaltigkeit zusammenbringt.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei; Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Nadine Kramer (). Interessierte werden gebeten, sich anzumelden unter:

Weblinks

Kontakt

Ingo Mose, Tel.: 0441/798-4692, E-Mail:

Peter Südbeck, Tel.: 04421/911-0,

(Stand: 20.04.2022)