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25. April 2017    145/17    

Hilfe für Menschen mit eingeschränktem Sprachvermögen

Netzwerk für Unterstützte Kommunikation Weser-Ems trifft sich zum 50. Mal – auch politische Forderungen

Oldenburg. Menschen mit eingeschränktem Sprachvermögen eine Stimme geben: Das ist seit mehr als acht Jahren das Bestreben des UK Netzwerks Weser-Ems. UK steht für „Unterstützte Kommunikation“ und meint das Ersetzen oder Ergänzen lautsprachlicher Kommunikation bei Menschen, deren Sprachvermögen eingeschränkt ist – beispielsweise mithilfe von Bildsymbolen oder Sprachcomputern. Am Mittwoch, 26. April, treffen sich die Beteiligten des Netzwerks, das an der Universität Oldenburg ins Leben gerufen wurde, zum 50. Mal.

Anstoß für die Gründung des Netzwerks war eine Studie der Forscherin Prof. Dr. Andrea Erdélyi vom Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik Anfang 2008. Sie stellte fest, dass im Weser-Ems-Gebiet nur knapp ein Viertel der Personen, die eine lautsprachliche Kommunikationsunterstützung benötigen, diese auch tatsächlich erhalten. Eine anschließende Fachtagung thematisierte diese Situation – die Idee zum Netzwerk war geboren. Das erste Treffen fand am 12. November 2008 an der Universität statt.

Im Netzwerk engagieren sich VertreterInnen von sozialen Einrichtungen und Diensten der Region. Hinzu kommen MitarbeiterInnen von Therapiezentren, Förderschulen und Tagesbildungsstätten. In erster Linie geht es um gegenseitige fachliche Unterstützung, doch im Laufe der Jahre entwickelte sich auch ein politisches Anliegen: Die Netzwerk-Beteiligten erstellten ein Konzept zur Implementierung Unterstützter Kommunikation in Schulen, außerschulischen Einrichtungen sowie an Hochschulen und in der Aus- und Weiterbildung. Das Konzept haben sie bereits Vertretern verschiedener Ministerien und Mitarbeitern von Fachverbänden vorgestellt.

Parallel zum Netzwerk startete an der Universität eine Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation, in der betroffene Menschen zusammen mit ihren Angehörigen individuelle Unterstützung erfahren. Aus der Beratungsstelle ist wiederum das Methodenzentrum Unterstützte Kommunikation (MEZUK gUG) hervorgegangen, das seit 2016 ein umfangreiches Fortbildungsangebot und bildbasierte Kommunikationshilfen anbietet.

Weitere Informationen zu Arbeit des UK-Netzwerks Weser-Ems gibt es unter:

Weblinks

Kontakt

Prof. Dr. Andrea Erdélyi, Tel.: 0441/798-4753, E-Mail:

(Stand: 20.04.2022)