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Dagmar Freist

8. Mai 2017    156/17    Wissenschaftliche Tagung / Veranstaltungsankündigung

Internationale Tagung zu Reformation, Migration und Religionsvielfalt

Öffentliche Podiumsdiskussion im Kulturzentrum PFL – Theaterperformance in der Lamberti-Kirche

Oldenburg. Wie haben Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen um die Zeit der Reformation zusammen gelebt? Wie wirkten sich Migration und religiöse Pluralisierung aus, und wie gingen eigentlich damals Städte mit Zugewanderten um? Diese und weitere Fragen stehen vom 11. bis 13. Mai im Fokus einer internationalen Konferenz in Kooperation mit der Universität Oldenburg. „Reformation, Migration und religiöse Pluralisierung: Politik und Praktiken religiöser Koexistenz“ – unter dieser Überschrift kommen Experten aus fünf Ländern auf Einladung der Historischen Kommission Niedersachsen/Bremen und des Projekts „Freiheitsraum Reformation“ im Kulturzentrum PFL zusammen (Peterstraße 3). Zu einer Podiumsdiskussion und einer Theaterperformance ist jeweils auch die interessierte Öffentlichkeit willkommen.

Die gesellschafts- und kirchenpolitischen Herausforderungen des Erinnerns und Vergessens sowie die Rolle der Geschichtswissenschaft für die Erinnerungskultur stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion am Donnerstag, 11. Mai, ab 18.30 Uhr im PFL. Anlass ist das diesjährige 500. Jubiläum der Reformation – und die Art, wie es begangen wird. Unter anderem geht es um die Frage, inwieweit die auf Martin Luther ausgerichteten Feierlichkeiten möglicherweise die komplexen historischen Zusammenhänge vereinfachen und andere Akteure der Reformation vernachlässigen. Vor diesem Hintergrund diskutieren die Oldenburger Historikerin und Gastgeberin Prof. Dr. Dagmar Freist, die Konstanzer Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann, der Bochumer Historiker Prof. em. Dr. Lucian Hölscher sowie Dr. Thies Gundlach, Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Moderation übernimmt der Historiker und Kulturtheoretiker Prof. Dr. Achatz von Müller (Universitäten Basel/Lüneburg).

Am Freitag, 12. Mai, ab 19.30 Uhr ist dann die Oldenburger St. Lamberti-Kirche (Markt 17) Schauplatz des Theaterstücks „Der Disput oder: Wie die Reformation nach Oldenburg kam“. Das Stück der Kulturetage Oldenburg, gefördert von der Oldenburgischen Landschaft, spielt im Jahr 1528: Immer mehr Fürsten bekennen sich zu Luthers Lehre – die Reformation füllt dank des Einziehens katholischer Kirchengüter ihre Kassen. In Esensham oder Edewecht singen Kirchgänger bereits Luthers Lieder, in Oldenburg allerdings verhindert die Witwe des Grafen Johann jede Neuerung. Da schmieden drei Grafenkinder einen Plan, der die Wende einleiten soll.

Die internationale Konferenz ist zugleich Jahrestagung der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Sie findet in Kooperation mit der Stadt Oldenburg statt und wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) gefördert.

„Freiheitsraum Reformation“ ist ein Kooperationsprojekt der Universität Oldenburg mit Partnern aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Bundesregierung fördert es seit 2012. Prof. Dr. Dagmar Freist, Oldenburger Hochschullehrerin für Geschichte der Frühen Neuzeit, leitet das Projekt. Näheres unter

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Kontakt

Prof. Dr. Dagmar Freist, Tel.: 0441/798-4640, E-Mail:

(Stand: 20.04.2022)