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24. Mai 2017    177/17    Veranstaltungsankündigung

Erinnern über Generationen hinweg

Öffentlicher Thementag: Workshop auf dem Campus, Lesung und Livemusik in der Kulturetage

Oldenburg. Wie erinnern wir uns an geschichtliche Ereignisse, auch wenn diese vielleicht schon mehrere Generationen zurückliegen? Der Thementag „Erinnern, Leben, Exil – Fluchtpunkte und Grenzgänger“ des Graduiertenkollegs „Selbst-Bildungen“ an der Universität Oldenburg geht am Mittwoch, 31. Mai, dieser Frage nach. Ein besonderer Schwerpunkt ist der Umgang mit dem Holocaust in Deutschland nach 1945. Zu der Veranstaltung, die aus einem Workshop und einer Lesung mit Livemusik besteht, ist auch die Öffentlichkeit eingeladen.

Bereits am Vormittag startet der Thementag mit dem Workshop „Transgenerationelles Erinnern“ auf dem Campus Haarentor (Gebäude A03, Uhlhornsweg 84, Raum 1-109). Von 10.00 bis 13.00 Uhr erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand von vier Schwerpunkten, wie sich unterschiedliche Generationen an historische Geschehnisse erinnern. Dazu gibt es Vorträge verschiedener Experten, unter anderem von der Historikerin Dr. Ulrike Jureit (Hamburger Institut für Sozialforschung) und von Dr. Christian Schneider (Universität Kassel), Experte für Psychoanalytische Generationengeschichte. An den Diskussionen beteiligt sich außerdem die Theologin Dr. Katharina Peetz, Leiterin des von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) geförderten Projektes „Gelebte Theologie im Friedens- und Versöhnungsprozess Ruandas“. Anmeldungen zum Workshop nimmt Bianca Pick unter entgegen.

Am Abend folgt die szenische Lesung in der Kulturetage (Bahnhofstraße 11) mit der Band „Grenzgänger“. Beginn ist um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Germanistin Bianca Pick und Theaterpädagogin Julia Raab lesen und kommentieren unter dem Titel „Es gibt Zeiten, in denen man welkt – Ein Leben vor und nach dem 30. Januar 1933“ Briefe und die gleichnamige Autobiografie der jüdischen Emigrantin Käthe Vordtriede. Der Autorin gelang 1939 nur knapp die Flucht vor den Nationalsozialisten. Die Band „Grenzgänger“ aus Bremen begleitet die Lesung mit Stücken aus ihrem Album „Lager Lieder Widerstand“.

Ziel des Thementages ist es, einen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Erinnerungskultur leisten und das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Die Veranstaltung des DFG-Graduiertenkollegs „Selbst-Bildungen“ findet in Kooperation mit Dr. Anna Langenbruch vom Institut für Musik und der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) statt.

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Kontakt

Marta Mazur, Tel.: 0441/798-2353, E-Mail:

(Stand: 09.06.2021)