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1. November 2017   360/17    

Senat votiert für Vizepräsidenten

Amtszeit beginnt am 1. Januar 2018 / Sabine Kyora und Esther Ruigendijk bleiben im Amt

Oldenburg. Nach Vorschlag von Präsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper hat der Senat der Universität Oldenburg heute die Germanistin Prof. Dr. Sabine Kyora als Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung, die Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Esther Ruigendijk als Vizepräsidentin für Wissenschaftlichen Nachwuchs und Internationales und den Biologen Prof. Dr. Meinhard Simon als Vizepräsidenten für Forschung und Transfer bestätigt. Für Kyora und Ruigendijk ist dies bereits die zweite Amtsperiode. Simon folgt dem Physiker Prof. Dr. Martin Holthaus nach. Das Votum des Senats wird nun dem Hochschulrat zur Stellungnahme und dem Niedersächsischen Wissenschaftsministerium zur Entscheidung vorgelegt. Die zweijährige Amtszeit der nebenamtlichen Vizepräsidenten beginnt am 1. Januar 2018.

Die gemeinsame Arbeit im Präsidium habe er in den vergangenen beiden Jahren als überaus fachkundig, konstruktiv und zukunftsorientiert erlebt, erklärte Universitätspräsident Piper vor dem Senat. Umso mehr freue er sich, dass Sabine Kyora und Esther Ruigendijk für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stünden. Mit Blick auf das Ressort Forschung und Transfer sagte er: „Mit Meinhard Simon gewinnen wir eine ausgewiesene und hochengagierte Forscherpersönlichkeit als Nachfolger für Martin Holthaus, dem ich im Namen der Universität für seine herausragende Arbeit in den vergangenen Jahren danke.“ 

Kyora, die weiterhin für das Ressort „Studium, Lehre und Gleichstellung“ verantwortlich zeichnet, betonte bei der Anhörung im Senat das forschende Lernen als zunehmend fest verankertes Profilelement der Universität. Nach einer Tagung zu studentischer Forschung im vergangenen Jahr mache dies auch die für 2019 geplante Weltkonferenz in Oldenburg sichtbar. In der Lehrerbildung sei es gelungen, Fachwissenschaftler, Fachdidaktiker und Bildungsforscher noch stärker zusammen zu bringen und Theorie und Praxis noch besser miteinander zu verzahnen. Nun gelte es, auf eine erneute Förderung in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ hinzuarbeiten, um zusätzliche Impulse etwa in puncto Fortbildung, Digitalisierung oder dem Umgang mit Heterogenität im Klassenzimmer setzen zu können. Mit Blick auf die Gleichstellung betonte Kyora das aktive Bemühen der Universität um hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen – „insbesondere in Feldern, wo diese bislang unterrepräsentiert sind“. In ihrer zweiten Amtsperiode wolle sie zudem weiter an einem zentralen Gleichstellungsplan und einem Diversitätskonzept arbeiten.

Ruigendijk, Vizepräsidentin für wissenschaftlichen Nachwuchs und Internationales, erklärte, sie wolle sich auch weiterhin dafür einsetzen, die Situation junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern. Erste Schritte seien getan. So sei die Personalentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs und sogenannten Mittelbau neu konzipiert worden. Ihr Ziel sei ein angemessener Anteil unbefristeter Stellen, wo sinnvoll und notwendig – etwa zur Verstärkung der Lehre. „Wir wollen zudem insgesamt mehr Stellen für promovierte Wissenschaftler schaffen und Karriereperspektiven transparent darstellen“, so Ruigendijk. Daran anknüpfend wolle die Universität auch berufliche Wege außerhalb der Wissenschaft aufzeigen und verstärkt begleiten. Hinsichtlich der Internationalisierung sei es gelungen, diese als strategisches Querschnittsthema der Universität noch stärker zu verankern. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sabine Kyora widme sie sich beispielsweise der Internationalisierung des Lehramtsstudiums oder dem Orientierungsjahr für Geflüchtete. Auch in Zukunft strebe sie danach, die Attraktivität der Universität für internationale Studierende weiter zu erhöhen – ob für Austauschsemester oder das komplette Studium.

Simon, neuer Vizepräsident für Forschung und Transfer, will nach eigenen Worten dazu beitragen, die strukturellen Rahmenbedingungen, Forschungsinitiativen und -projekte der in vielen Fachrichtungen sehr erfolgreichen Oldenburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiter voranzubringen. „Dazu gehört das Identifizieren und der Anschub von vielversprechenden und innovativen Projekten, ob in Forschungsverbünden oder in Einzelprojekten mit Potenzial für zukünftige Verbünde“, so Simon. Er freue sich darauf, seine Erfahrung in der Konzeption und Koordination von Forschungsprojekten und -verbünden in die Präsidiumsarbeit einzubringen. Dabei übernehme er ein gut bestelltes Ressort mit erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dessen Aufgabe er in intensiver Kooperation mit den anderen Ressorts sehe. Als Beispiel nannte er die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses: Da die konkrete Forschung oft in den Händen jüngerer Wissenschaftler vor und nach der Promotionsphase liege, müsse diese Gruppe „eine tragfähige mittel- bis langfristige Absicherung und Perspektive“ erhalten. Dies diene sowohl den jungen Wissenschaftlern als auch der erfolgreichen Forschung an der Universität.

Zu den Personen:

Prof. Dr. Sabine Kyora, seit 1. Januar 2016 Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung, ist seit 2002 Hochschullehrerin für Deutsche Literatur der Neuzeit an der Universität Oldenburg. Sie ist Mitantragstellerin und seit 2015 stellvertretende Sprecherin des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Graduiertenkollegs „Selbst-Bildungen“. Von 2012 bis 2015 war sie Dekanin der Fakultät III Sprach- und Kulturwissenschaften, anschließend bis 2016 Prodekanin. Kyora studierte Germanistik, Literaturwissenschaft und Geschichte in Hamburg und Bielefeld. Sie promovierte und habilitierte sich an der Universität Bielefeld, wo sie nachfolgend als Hochschuldozentin tätig war.

Prof. Dr. Esther Ruigendijk, amtierende Vizepräsidentin für Wissenschaftlichen Nachwuchs und Internationales, ist seit 2005 Hochschullehrerin für Niederländische Sprachwissenschaft an der Universität Oldenburg. Seit 2012 ist sie unter anderem als leitende Forscherin im Exzellenzcluster „Hearing4all“ tätig. Die ehemalige Prodekanin der Fakultät III Sprach- und Kulturwissenschaften studierte Niederländische Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Groningen (Niederlande), wo sie 2002 auch promovierte. Bevor sie 2005 zur Juniorprofessorin an der Universität Oldenburg ernannt wurde, war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Utrecht. Sie wurde mit dem Niedersächsischen Wissenschaftspreis und dem Preis der Lehre der Universität ausgezeichnet.

Prof. Dr. Meinhard Simon lehrt und forscht seit 1997 als Hochschullehrer für Biologie geologischer Prozesse und aquatische mikrobielle Ökologie in Oldenburg. Seit dem Jahr 2010 ist er Sprecher eines Sonderforschungsbereichs, der sich mit der Ökologie, Physiologie und Molekularbiologie einer Gruppe von Meeresbakterien befasst. Von 2013 bis 2015 war er Dekan der Fakultät V Mathematik und Naturwissenschaften, zuvor zwei Jahre lang Prodekan. Zweimal fungierte der Biologe als Direktor des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres. Simon studierte Biologie an den Universitäten Konstanz und Freiburg. Er promovierte und habilitierte sich an der Universität Konstanz, wo er bis zu seinem Ruf nach Oldenburg tätig war.

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Das neue Präsidium ab dem 1. Januar: Unipräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper (2. v. r.) und Jörg Stahlmann (Mitte), Vizepräsident für Verwaltung und Finanzen, mit den nebenamtlichen Vizepräsidenten (v. l. n. r.) Prof. Dr. Meinhard Simon, Prof. Dr. Esther Ruigendijk und Prof. Dr. Sabine Kyora. Foto: Universität Oldenburg

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