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13. April 2018   099/18    Personalie

Slavist Wilfried Stölting verstorben

Oldenburg. Prof. Dr. Wilfried Stölting, ehemaliger Hochschullehrer für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Oldenburg, ist am 10. März im Alter von 75 Jahren verstorben. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2006 war der Slavist und Osthistoriker am damaligen Interdisziplinären Zentrum für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen (IBKM) tätig. Stölting gehörte zur ersten Generation von Wissenschaftlern in der Spracharbeit mit Migranten und war als solcher überzeugter Befürworter einer zweisprachigen Erziehung. Er kam 1975 an die Universität, wo er von 1979 bis 1980 Dekan des damaligen Fachbereichs 2 (Kommunikation und Ästhetik) war.

Von 1981 bis 1986 leitete Stölting den Modellversuch der Bund-Länder-Kommission, aus dem der weiterbildende Studiengang Interkulturelle Pädagogik, heute Interkulturelle Bildung und Beratung, hervorging. Zudem war er 1991 Mitbegründer des IBKM – dem Vorläufer des Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC).

Elf Jahre lang (1994 bis 2005) leitete Stölting die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderte Institutspartnerschaft mit den Universitäten Nordkasachstans, die zahlreiche kasachische Germanisten nach Oldenburg brachte. Seine Forschungsprojekte beschäftigten sich unter anderem mit der Zweisprachigkeit von Schülern aus Jugoslawien, der Schulsprachenpolitik in Bremen und der sprachlichen Integration russlanddeutscher Aussiedler.

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Presse & Kommunika8xtivdhon (preiwnssvoceke@uol.dehusk) (Stand: 10.09.2018)