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9. Oktober 2018   322/18    Personalie

Axel Heep auf Professur für Pädiatrie berufen

Oldenburg. Die Kinder- und Jugendmedizin in Oldenburg wird in Forschung, Lehre und in der medizinischen Praxis weiter gestärkt und ausgebaut. Mit der Berufung von Prof. Dr. Axel Heep auf die neue Professur für Pädiatrie (Kinderheilkunde) der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg werden die wissenschaftlichen Perspektiven in diesem Bereich deutlich ausgeweitet. Dies gilt auch für das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Oldenburg (Elisabeth-Kinderkrankenhaus), das mit der Berufung den Status einer Universitätsklinik erhält.

Heep forschte zuletzt an der Universität Bristol (Großbritannien) und arbeitete für den North Bristol NHS Trust, einen großen Klinikverbund in England. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Gehirnentwicklung von Früh- und Neugeborenen (perinatale Neurobiologie). Im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Oldenburg wird der 56 Jahre alte Mediziner die Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Kinderkardiologie sowie die Leitung der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin als Geschäftsführender Direktor übernehmen. Er löst in dieser Funktion Prof. Dr. Jürgen Seidenberg ab, der in rund einem Jahr aus Altersgründen ausscheiden wird.

„Mit Professor Heep verstärkt künftig ein ausgewiesener und erfahrener Experte für Kinderheilkunde die Oldenburger Universitätsmedizin. Seine langjährige Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Groningen wird sowohl unsere grenzüberschreitende Ausbildung von Medizinern als auch unsere Forschungsaktivitäten bereichern“, freut sich Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, Dekan der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften.

„Die erstmalige Berufung einer Professur für Kinderheilkunde ist eine Bestätigung der guten wissenschaftlichen und klinischen Arbeit, die in den vergangenen Jahren bereits unter der Leitung aller Klinikdirektorinnen und Klinikdirektoren der Kinderklinik geleistet wurde“, betont Dr. Dirk Tenzer, Vorstand des Klinikums Oldenburg. Mit seinem Forschungsschwerpunkt unterstreiche und stärke Professor Heep zudem die Bedeutung des Klinikums Oldenburg in der Frühchenversorgung für den Nordwesten. Als einziges Perinatalzentrum nach Level 1 im Nordwesten erfülle die Neonatologie in Oldenburg bereits heute die höchsten Ansprüche in der Geburtshilfe und Neugeborenenversorgung. 

Heep selbst sieht in dieser bundesweit einmaligen Kombination von Forschung, Lehre und Krankenversorgung in Oldenburg große Potenziale: „Die Anbindung der Kinderklinik in Oldenburg an die European Medical School Oldenburg-Groningen bietet Medizinern von morgen eine einzigartige interdisziplinäre, europäische Ausbildungsoption, die allen zugutekommt. Ich freue mich sehr, an der Weiterentwicklung mitwirken zu können und an der Universität den Aufbau eines Forschungsschwerpunkts im Bereich Perinatale Neurobiologie zu begleiten“, so Heep.

Heep studierte Medizin an der Universität zu Köln, wo er im Jahr 1993 auch promovierte. Seit 1996 ist er Facharzt für Kinderheilkunde. In den Jahren 1999 bis 2009 war er Oberarzt und stellvertretender Direktor der Abteilung Neonatologie am Universitätsklinikum Bonn. Während dieser Zeit habilitierte er sich an der Universität Bonn. Anschließend war Heep Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Städtischen Klinikum München sowie Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Neonatologie des Universitätsklinikums Bonn. Seit dem Jahr 2011 war der Mediziner als Consultant Neonatologist und Research Lead im Direktorat „Maternity and Child Health“ des North Bristol NHS Trust tätig. An der TU München hat der Neonatologe seit 2013 eine außerplanmäßige Professur für Pädiatrie inne.

Heeps klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die neonatale Neurologie. Dabei befasst er sich mit den Ursachen von Erkrankungen des zentralen Nervensystems bei Früh- und Neugeborenen. Er untersucht beispielsweise die molekularen Mechanismen der Prozesse, die während der Geburt zu Hirnschädigungen führen können, und ob sogenannte neurale Stammzellen sich für therapeutische Zwecke eignen. Ein weiterer Fokus seiner klinischen Forschung ist, die funktionelle Entwicklung des Gehirns nach einer Frühgeburt mithilfe von Kernspintomographie besser untersuchen zu können.

Heep ist unter anderem Mitglied der European Society of Paediatric Research und Fellow des Royal College of Paediatrics and Child Health.

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Prof. Dr. Axel Heep ist auf die neue Professur für Kinderheilkunde der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften berufen worden. Foto: Universität Oldenburg

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Prmbgjessenmo & Kfnaomsalilmuna1rrikation6r3 (presse@9txomuol.de) (Stand: 10.09.2018)