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24. April 2020   077/20    Forschung

Physiotherapiepraxen und Patienten für Studie zur Videotherapie gesucht

Oldenburg. Physiotherapie im eigenen Wohnzimmer – für ältere Menschen könnte dies während der Corona-Pandemie sinnvoll sein, um körperlich agil zu bleiben und die Ansteckungsgefahr in Praxen zu umgehen. Insbesondere bei Personen, die bereits Bewegungseinschränkungen haben und eigentlich auf Physiotherapie angewiesen wären, nimmt ohne Therapie die körperliche Leistungsfähigkeit weiter ab. Wie gut Physiotherapie als Videobehandlung umsetzbar ist, untersuchen Wissenschaftler des Departments für Versorgungsforschung der Universität Oldenburg unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Hein (Abteilung Assistenzsysteme und Medizintechnik) und Prof. Dr. Tania Zieschang (Abteilung Geriatrie) jetzt in der Studie ConVideo. Praxen, die sich an der Studie beteiligen möchten, können das Studienteam telefonisch unter 0441/798-4334 oder per E-Mail unter convideo-studie@uol.de kontaktieren. Zudem können sich Interessierte über 60 Jahre melden, denen Physiotherapie verordnet wurde und die bislang über keine technischen Möglichkeiten zur Teilnahme an einer Videotherapie verfügen.

Über einen Zeitraum von sechs Wochen möchten die Teams von Hein und Zieschang Physiotherapeuten und ihre Patienten bei der Umsetzung der videobasierten Physiotherapie unterstützen. Beide Seiten bekommen für den Zeitraum der Studie Tablets mit Mobilfunkanbindung und Videotelefonie-Software gestellt, wenn sie die technischen Voraussetzungen nicht erfüllen können. Die Tablets sind mit den notwendigen Apps vorkonfiguriert und werden kontaktlos an die Patienten nach Hause geliefert. Das Forscherteam erläutert den Umgang mit den Tablets und steht während der Studie für technische Hilfestellungen zur Verfügung. Ergänzend dazu werden die Patienten in zwei etwa 45-minütigen Telefoninterviews zu ihrem Gesundheitszustand und ihren Erfahrungen mit der Therapie befragt; zusätzlich dokumentieren die beteiligten Physiotherapeuten, wie erfolgreich die videobasierte Therapie aus ihrer Sicht war. Für die Teilnahme an der Studie erhalten die Probanden eine Aufwandsentschädigung.

Mit der Studie wollen die Wissenschaftler klären, welche Hindernisse bei der videobasierten Physiotherapie auftreten, für welche physiotherapeutischen Maßnahmen sie besonders gut geeignet ist und wie Patienten und Therapeuten das Angebot bewerten. Darüber hinaus interessieren sich die Teams um Hein und Zieschang auch für die Frage, wie sich der Gesundheitszustand der Probanden durch die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie verändert. Erste Ergebnisse sollen im Herbst 2020 veröffentlicht werden. Weitere Informationen:

Weblinks

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Hein, Tel.: 0441/798-4450, E-Mail: andreas.hein@uol.de und Prof. Dr. Tania Zieschang, E-Mail: tania.zieschang@uol.de

Studienkontakt: Lisa Happe und Sandra Lau, Tel: 0441/798-4334, E-Mail: convideo-studie@uol.de

Pre5nsse & Kommunikatiz3onrph (pres9xse@ux9ol.de) (Stand: 17.02.2020)