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21. Oktober 2020   165/20    Personalie

Astrid Petersmann neue Professorin für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Oldenburg. Prof. Dr. Astrid Petersmann ist auf die Professur für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg berufen worden. Die 47-jährige Medizinerin ist zudem Direktorin des Universitätsinstituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin am Klinikum Oldenburg. Sie löst in dieser Funktion Prof. Dr. Dr. Klaus P. Kohse ab, der in den Ruhestand wechselte, aber noch bis April 2021 als Studiendekan der Medizinischen Fakultät tätig ist. Bevor Petersmann dem Ruf nach Oldenburg folgte, war sie ärztliche Leiterin des Interdisziplinären UMG-Labors und kommissarische Direktorin des Instituts für Klinische Chemie der Universitätsmedizin Göttingen.

„Mit Astrid Petersmann gewinnen wir sowohl eine ausgewiesene Expertin für Klinische Chemie als auch eine erfahrene neue Leitung für das Universitätsinstitut am Klinikum. Wir freuen uns, dass sie die hervorragende Arbeit, die Professor Kohse über fast drei Jahrzehnte geleistet hat, weiterführen wird. Die Oldenburger Universitätsmedizin verfügt über eine große Kompetenz im Bereich der Laboratoriumsdiagnostik, die durch die Expertise von Professorin Petersmann weiter bereichert wird“, sagt Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, Dekan der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften.

„Frau Prof. Dr. Petersmann bringt sehr viel Erfahrung und Know-how aus ihren vorherigen Wirkungsstätten mit. Wir sind sicher, dass sie damit nicht nur das Universitätsinstitut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin bereichern wird, sondern dass dies vor allem auch der Krankenversorgung zugutekommt. Gemeinsam mit dem Universitätsinstitut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie unter Leitung von Prof. Hamprecht wird das neue Universitätsinstitut als Zentrum für Laboratoriumsdiagnostik in der Weser-Ems-Region viel bewegen können“, ist sich Rainer Schoppik, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Oldenburg, sicher.

Petersmann studierte Biologie an der Universität Hannover sowie Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universität Greifswald. Das Medizinstudium absolvierte sie im Rahmen einer Bundeswehrzeit ab 1998, die sie 2007 als Stabsärztin verließ. 2005 promovierte Petersmann mit einer rechtsmedizinischen Arbeit an der Universität Greifswald. Anschließend war sie als Assistenzärztin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin und ab 2010 als Oberärztin am Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der Universitätsmedizin Greifswald tätig. 2012 übernahm sie dort darüber hinaus die stellvertretende Leitung der Integrated Research Biobank. Von 2014 bis 2019 war sie leitende Oberärztin in Greifswald. Während dieser Zeit schloss sie ihre Ausbildung zur Fachärztin für Laboratoriumsmedizin ab und habilitierte sich im Jahr 2017 mit einer Arbeit über die „Qualität von laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen“. 2019 wechselte sie an die Universitätsmedizin Göttingen und folgte im Herbst 2020 dem Ruf an die Universität Oldenburg.

Ihr wissenschaftlicher Fokus liegt darauf, die Qualität von Laboranalysen zu verbessern und neue Analysemethoden zu etablieren. Sie erforscht insbesondere charakteristische biologische Merkmale, sogenannte Biomarker, die das individuelle Erkrankungsrisiko für bestimmte Zivilisationserkrankungen anzeigen. In dieser Biomarkerforschung konzentriert sie sich auf kleine biologische Moleküle, die Prozesse in Zellen regulieren, etwa Fettsäuren, Aminosäuren oder Zuckermoleküle. Dafür nutzt sie verschiedene innovative Messverfahren wie zum Beispiel die Kernspinresonanz-Spektroskopie. Diese Methode erlaubt es, die Profile zahlreicher Stoffwechselprodukte zu beschreiben und zu erfassen.

Petersmann ist Mitglied in der Gendiagnostik-Kommission (GEKO) des Robert Koch-Instituts – ein interdisziplinäres Gremium, das für das Bundesgesundheitsministerium Richtlinien im Bereich der Gendiagnostik entwickelt. Zudem ist Petersmann in verschiedenen Fachgesellschaften aktiv, wie der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e.V. (DGKL), der Gesellschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien e.V. (Instand) oder dem Institut für Qualitätsmanagement in Medizinischen Laboratorien e.V. (Inquam).

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Prof. Dr. Astrid Petersmann neue Professorin für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin. Foto: Privat

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Kontakt

Prof. Dr. Astrid Petersmann, E-Mail: astrid.petersmann@uol.de

(Stand: 21.08.2020)