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5. Mai 2021   074/21    Wissenschaftliche Tagung

Ein kultureller Blick auf das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

Internationale Tagung bringt Postkoloniale Studien, Geisteswissenschaften und Wissenschaftsforschung zusammen

Oldenburg. Ob Umweltgerechtigkeit oder der Umgang mit Pandemien: Naturwissenschaftliche Aspekte sind der Kern dieser Probleme, die weltweit weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen haben. Dabei ist die Rolle der Naturwissenschaften durchaus ambivalent: Sie können etwa Umweltprobleme lösen, aber auch schaffen. Sie gelten manchen als Symbol kolonialer Unterdrückung und können gleichzeitig der Modernisierung einer Gesellschaft den Weg bereiten. Wie Gesellschaften in unterschiedlichen Regionen der Welt auf diese Rolle blicken, ist oft durch Erzählungen geprägt – journalistische, literarische, popkulturelle oder auch wissenschaftliche. Dieser Blick auf die Verflechtungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in verschiedenen kulturellen Zusammenhängen steht im Mittelpunkt einer internationalen Tagung an der Universität Oldenburg.

Die virtuelle Konferenz „Science, Culture, and Postcolonial Narratives“, die von der Gesellschaft für Anglophone Postkoloniale Studien mit ausgerichtet wird, bringt mehr als 100 Expertinnen und Experten von allen sechs Kontinenten zusammen. Vom 13. bis 15. Mai diskutieren die Teilnehmenden, darunter die simbabwische Autorin Petina Gappah und der indisch-kanadische Autor Jaspreet Singh, wie Erzählungen in Büchern, Filmen oder öffentlichen Debatten beispielsweise den Klimawandel oder das globale Artensterben in unterschiedlichen Kulturen repräsentieren. Auf welche Weise eröffnen die Geschichten neue Perspektiven auf die gegenwärtigen Herausforderungen? Ziel sei, die Perspektiven der kultur- und literaturwissenschaftlichen postkolonialen Studien mit denen der Wissenschaftsforschung zusammenzubringen, sagt der Oldenburger Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Anton Kirchhofer, der gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Karsten Levihn-Kutzler die Tagung organisiert hat. „So wollen wir einen breiteren Diskurs über das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft jenseits des euroamerikanischen Raums ermöglichen.“

Die Tagung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Niedersächsischen Wissenschaftsministerium (MWK) sowie der Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO) gefördert. Sie knüpft an das von der VolkswagenStiftung geförderte Vorhaben „Fiction meets Science“ an, in dem Oldenburger Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler mit Arbeitsgruppen der Universität Bremen und dem Hansewissenschaftskolleg Delmenhorst (HWK) kooperieren.

Weblinks

Kontakt

Prof. Dr. Anton Kirchhofer, Tel.: 0441/798-4757, E-Mail:

(Stand: 09.06.2021)