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18. Mai 2021   081/21    Studium und Lehre / Hochschulpolitik

Mehr Beratung für Studierende mit Berufserfahrung

Anrechnungsprozess für beruflich erworbene Kompetenzen wird vielfältiger und flexibler

Oldenburg. Die Universität Oldenburg verbessert weiter die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung: Für Studierende mit Berufserfahrung ist es nun noch leichter, sich zuvor erworbene Kompetenzen für das Studium anrechnen zu lassen. Neben der persönlichen Beratung vor Ort bietet der entsprechende Service der Hochschule seit Kurzem auch digitale Tools und Formate an. So können Studierende, die eine Ausbildung absolviert haben oder zuvor im Berufsleben standen, Informationen und Beratung orts- und zeitunabhängig einholen. Das erweiterte Beratungsangebot ist ein Ergebnis des demnächst zu Ende gehenden Projekts PLAR – Blended Counselling für beruflich Qualifizierte (PLAR-BCBQ) unter Leitung des Mediendidaktikers Prof. Dr. Olaf Zawacki-Richter.

Die Abkürzung PLAR steht dabei für „Prior Learning Assessment and Recognition“, ein weltweit verbreitetes Konzept, das auch informell erworbene Fähigkeiten anerkennt. Die Universität Oldenburg war 2017 deutschlandweit die erste Hochschule, die alle Beratungs- und Unterstützungsangebote in Anrechnungsangelegenheiten in einer zentralen Einrichtung bündelte – dem PLAR-Service. Dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überprüfen, ob beruflich erworbene Kompetenzen gleichwertig zu Lernergebnissen des Studiums sind. Die Studierenden müssen dafür ein Portfolio einreichen, in dem sie ihre bisherigen Qualifikationen und Erfahrungen darstellen.

Bei dieser Aufgabe werden sie nun durch eine Online-Simulation unterstützt, die im Projekt PLAR-BCBQ entstanden ist. Zu den neuen Angeboten zählt außerdem eine gemeinsame Online-Sprechstunde des PLAR-Service und des Akademischen Prüfungsamts. Eine weitere Verbesserung: Die Zentrale Studienberatung der Universität bietet einen digitalen Wegweiser sowie ein Online-Seminar für beruflich qualifizierte Studierende und Studieninteressierte.

Die Nachfrage nach den Angeboten des PLAR-Service ist groß: Seit 2017 führten die Mitarbeitenden etwa tausend Beratungen durch und bearbeiteten rund 300 Portfolios. Bei dieser Aufgabe erhalten sie nun Unterstützung durch ein Online-Tutorial, das es ermöglicht, berufliche Kompetenzen zügig und rechtssicher erfassen und beurteilen zu können.

Im Projekt PLAR-BCBQ kooperieren verschiedene Einrichtungen der Universität, darunter das C3L – Center für lebenslanges Lernen, der Kompetenzbereich Anrechnung, das Akademische Prüfungsamt und das Referat Studium und Lehre. Eingebunden sind zudem Bildungsberatungsstellen und Berufsbildende Schulen aus der Region. Sie erhielten Schulungen, um berufsqualifizierte Studieninteressierte mit Erstinformationen versorgen zu können. Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium und der Europäische Sozialfonds (ESF) haben PLAR-BCBQ innerhalb des Förderprogramms „Öffnung von Hochschulen“ über zwei Jahre mit rund 300.000 Euro gefördert. Das Programm unterstützt Angebote, die Studien- und Weiterbildungsinteressierten mit und ohne Abitur den Zugang zu einem Hochschulstudium erleichtern.

Weblinks

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Dr. Wolfgang Müskens, E-Mail:

(Stand: 09.06.2021)