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17. Juni 2021   101/21    Veranstaltungsankündigung

Vom Großherzogtum Oldenburg zum britischen Empire

Vortrag zu Anfängen der modernen Orthodoxie im deutschen und britischen Judentum  

Oldenburg. Ein ehemaliger Oldenburger Rabbiner, dessen Vorstellungen insbesondere das britische Judentum maßgeblich prägen, steht im Mittelpunkt eines Vortrags am Montag, 21. Juni. Mit dem Vortrag von Carsten Wilke, Professor für Geschichte und Jüdische Studien an der Central European University in Wien, über Nathan Marcus Adler (1803 - 1890) setzen die Arbeitsstelle „Interkulturelle Jüdische Studien“ der Universität Oldenburg und das Leo-Trepp-Lehrhaus der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg ihre gemeinsame Vortragsreihe fort. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (Schlossplatz 1). Interessierte können online teilnehmen oder sich per E-Mail an für einen der begrenzten Plätze in Präsenz anmelden.

Der Vortrag „Vom Großherzogtum zum Empire“ beleuchtet mit Adler einen der ersten Rabbiner, die eine moderne Universitätsbildung erwarben und zugleich am orthodoxen Judentum festhielten. Seine rabbinische Laufbahn führte ihn von Oldenburg nach London, wo er schließlich als „Chief Rabbi of the British Empire“ sein Ideal einer modernen jüdischen Orthodoxie in einem Radius verwirklichen konnte, der bis nach Australien reichte. Seine Vorstellungen von Einheitsgemeinde, jüdischer Erziehung und zentraler Leitung prägen das britische Judentum bis heute.

Der Referent Wilke studierte unter anderem Judaistik und Religionswissenschaften in Köln und Paris. In seiner Forschung befasst er sich vor allem mit der Geschichte der christlich-jüdischen Beziehungen, des spanisch-portugiesischen Judentums und des Rabbinats der Neuzeit.

Die diesjährige Vorlesungsreihe trägt den Titel „321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Sie widmet sich gänzlich dem Festjahr. Jeder Vortragsabend befasst sich mit einer Epoche der Geschichte und stellt eine Verknüpfung mit den aktuellen jüdischen Lebens- und Glaubenswelten her.

Wer online an dem Vortrag teilnehmen möchte, findet die Zugangsdaten zum entsprechenden Termin unter

Weblinks

Kontakt

Prof. Dr. Andrea Strübind, Tel.: 0441/798-2165, E-Mail:

(Stand: 09.06.2021)