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12. Juli 2021   129/21    Forschung

Resilienz als Leitkonzept für nachhaltiges Wirtschaften

Projekt untersucht, wie Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber Störungen werden können

Oldenburg. Extremwetterereignisse, politische Unruhen oder auch eine Pandemie können Wertschöpfungsketten unterbrechen und Unternehmen in Schwierigkeiten bringen. Inwieweit sich das Konzept der Resilienz – also der Widerstandskraft in schwierigen Situationen – als Leitkonzept für nachhaltiges Wirtschaften etablieren lässt, untersucht ein neues Projekt an der Universität Oldenburg. Das Forschungsteam unter Leitung des Ökonomen Prof. Dr. Klaus Fichter hat das Ziel, das Prinzip der Resilienz systematisch mit dem der Nachhaltigkeit zu verbinden und praktische Methoden und Konzepte für Unternehmen zu entwickeln. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt „Resilienz als Chance für nachhaltiges Unternehmenshandeln“ über 18 Monate mit rund 125.000 Euro.

Das Team um Fichter und Dr. Karsten Hurrelmann versteht Resilienz dabei als chancenorientierten Innovationsansatz. „Bislang wird das Resilienzkonzept in der Unternehmenspraxis fast ausschließlich in Bezug auf Risikomanagement und Risikoabwehr verwendet“, berichtet Fichter, der an der Universität den Arbeitsbereich Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit leitet. Das Forschungsvorhaben soll nun eine neue Perspektive eröffnen: Das Team sieht Resilienz als zentralen Teil des Nachhaltigkeitsprinzips, da massive Störungen der Wirtschaft nicht nur negative Folgen für die Gesellschaft haben, sondern oft auch Umweltschäden nach sich ziehen. Ziel des Vorhabens ist es, die Bedeutung des Resilienzkonzepts für nachhaltiges Unternehmenshandeln herauszuarbeiten und Managementstrategien zu entwickeln, die Resilienz und Nachhaltigkeit gleichzeitig im Blick haben. So sollen zukünftige Produkte und Dienstleistungen robuster gegenüber massiven äußeren Störungen sein als bisher. Zudem wollen Fichter und seine Kolleginnen und Kollegen praktische Methoden entwickeln, die Unternehmen, aber auch Kammern und Verbände in ihrem Nachhaltigkeits-, Klima- und Innovationsmanagement aufgreifen können.

Zu den Kooperationspartnern zählen mehrere lokale Unternehmen, Wirtschaftsverbände sowie Forschungszentren, die einen nachhaltigen Ansatz verfolgen.

Weblinks

Kontakt

Prof. Dr. Klaus Fichter, Tel.: 0441/798 4762, E-Mail: Dr. Karsten Hurrelmann, Tel.: 0441/798-4968, E-Mail:

(Stand: 09.06.2021)