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29. Juli 2021   139/21    Studium und Lehre / Wissenschaftliche Tagung / Veranstaltungsankündigung

Videospiele im Geschichtsunterricht?

Uni-Workshop beleuchtet Chancen und Grenzen – Anmeldung ab sofort möglich

Oldenburg. Videospiele, die etwa in die Antike oder andere historische Gegenwarten versetzen, können das Interesse an Geschichte wecken und historisches Bewusstsein prägen. Zugleich bergen sie das Risiko, dass die Spielenden Geschichte verklären oder fälschlicherweise den virtuellen Blick darauf für bare Münze nehmen. Um Potenzial und Grenzen von Videospielen für die Geschichtsvermittlung in Schule und Lehrkräftebildung, in Forschung und Lehre oder auch im Museum zu beleuchten, laden die Historiker Lucas Haasis und Patrick Heike zu einem öffentlichen Workshop an die Universität Oldenburg ein. Den Auftakt bildet ein Online-Roundtable am Donnerstag, 19. August, gefolgt von einem Präsenz-Workshop mit Spiel-Möglichkeit und begrenzten Plätzen am Freitag, 20. August. Lehrende und Studierende der Universität ebenso wie interessierte, auch angehende, Lehrkräfte können sich ab sofort per E-Mail anmelden ().

„Es ist zentral, dass wir uns dieses Mediums als Teil unserer Geschichtskultur bewusstwerden und lernen, die Spiele kompetent in Lehre und Unterricht einzubinden“, sagt Haasis, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte. Videospiele könnten Geschichte „erlebbar“ machen und den Entdeckergeist der Schülerinnen und Schüler ebenso anregen wie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Medium Videospiel und mit der Vergangenheit. Sie spielten allerdings – anders als in anderen Ländern – hierzulande im Schulunterricht noch kaum eine Rolle. Darüber diskutieren am 19. August von 18.00 bis 20.00 Uhr fünf Expertinnen und Experten aus dem Bundesgebiet am „Roundtable“. Unter anderem geht es dabei um Geschichtskonstruktionen und das Streben nach „echter“ Geschichte im digitalen Spiel, um dessen Einsatz im Geschichtsunterricht oder im Museum. Den Link zur Teilnahme erhalten Interessierte nach Anmeldung.

Die Diskussion über Chancen und Risiken prägt auch den praktischen Workshop von 10.00 bis 15.00 Uhr am Folgetag im Uni-Gebäude A01 (Uhlhornsweg 84, Räume 0-006 bis 0-008), allerdings gepaart mit dem praktischen Erproben des Spiele-Einsatzes für Unterricht oder Lehre. Hierfür steht das mehrfach ausgezeichnete Lernspiel „Discovery Tour“ zur Verfügung, dessen Hersteller ebenso wie der „Arbeitskreis Geschichtswissenschaft und Digitale Spiele“ den von der universitätseigenen „Programmlinie Lehre“ geförderten Workshop unterstützt. Nähere Informationen zu Programm und Beteiligten finden sich unter

Weblinks

Kontakt

Lucas Haasis, E-Mail:

(Stand: 09.06.2021)