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1. Oktober 2021   171/21    Personalie

Literaturwissenschaftlerin und Hölderlin-Expertin Sabine Doering in den Ruhestand verabschiedet

Oldenburg. Prof. Dr. Sabine Doering, Hochschullehrerin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und ehemals Vizepräsidentin der Universität Oldenburg, ist in den Ruhestand getreten. Die Germanistin und ausgewiesene Hölderlin-Expertin lehrte und forschte seit dem Jahr 2001 an der Universität. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört die Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts und die Gegenwartsliteratur.

Doering studierte an den Universitäten Göttingen und Genf Germanistik und evangelische Theologie. Bereits in ihrer Dissertation, die sie 1991 in Göttingen abschloss, beschäftigte sie sich mit dem Dichter Friedrich Hölderlin. Der Promotion folgte eine Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Regensburg, wo sich Doering 1998 auch habilitierte. 1999 übernahm die Germanistin eine Gastprofessur an der Wesleyan University in Connecticut (USA). 2001 folgte sie dem Ruf auf die Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Oldenburg, die sie zuvor vertreten hatte.

Gastaufenthalte führten Doering regelmäßig an die University of Sydney in Australien. In den Jahren 2014 und 2015 forschte sie als Residential Fellow am Notre Dame Institute for Advanced Study (NDIAS) der University of Notre Dame (USA). Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen zählen Monografien – unter anderem zu Hölderlin und Heinrich von Kleist – Schriften, Aufsätze, Rezensionen und weitere wissenschaftliche Beiträge.

In den Jahren 2008 und 2009 hatte Doering an der Universität Oldenburg das Amt der Vizepräsidentin für Studium und Lehre inne. In ihre Amtszeit fiel die aufwändige Umstellung der alten Diplom-, Magister- und Lehramtsstudiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse – und damit das Erfüllen der Bologna-Vereinbarung zwei Jahre vor der Frist. Darüber hinaus engagierte sich Doering in der akademischen Selbstverwaltung als Direktorin des Instituts für Germanistik sowie als Studien- und Prodekanin der Fakultät III Sprach- und Kulturwissenschaften.

Neben ihrer Tätigkeit als Hochschullehrerin hatte die Literaturwissenschaftlerin viele herausgehobene Positionen inne. So war sie von 2010 bis 2018 Präsidentin der Internationalen Hölderlin-Gesellschaft, in deren Vorstand sie bis heute tätig ist. Zudem war sie langjähriges Vorstandsmitglied des Zentrums für Klassikforschung der Klassikstiftung Weimar, Mitglied des Doktoranden-Auswahlausschusses der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des Stiftungsrats der Joachim-Ringelnatz-Stiftung sowie des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE). Seit 1997 schreibt Doering als freie Literaturkritikerin unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). In Oldenburg moderierte sie von 2006 bis 2017 die Lesungen der LiteraTour Nord.

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Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Doering lehrte und forschte 20 Jahre lang an der Universität Oldenburg. Foto: Cewe

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(Stand: 09.06.2021)