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17. Juni 2022   129/22    Studium und Lehre

20 Jahre unter dem Motto „Recht europäisch denken“

Rund 400 Studierende haben die Hanse Law School bisher absolviert

Oldenburg. Die Hanse Law School – ein gemeinsames Projekt der Universitäten Oldenburg, Bremen und Groningen zur Internationalisierung der Jurist*innenausbildung – feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Seit dem Wintersemester 2002/03 haben rund 400 Absolventinnen und Absolventen ihren Abschluss an der Hanse Law School (HLS) erworben. Im Mittelpunkt des Studiums steht der Vergleich der verschiedenen, insbesondere europäischen Rechtssysteme.

„In einem Ausbildungsverbund dreier Universitäten über zwei Jahrzehnte hinweg junge Menschen auf eine juristische Tätigkeit im internationalen Bereich vorzubereiten, erfordert ein hohes Engagement aller Beteiligten. Wir können mit Stolz auf das Erreichte blicken“, betonte Prof. Dr. Karsten Speck, Vizepräsident für Studium, Lehre und Internationales der Universität Oldenburg.

„Die Grundidee der HLS war es, eine Alternative zum national ausgerichteten Staatsexamens-Studium anzubieten. Die Inhalte des Studiums sollten internationalisiert werden, aber auch die Art und Weise, wie unterrichtet wird. Die rechtsvergleichende Methode leistet einen Beitrag zum innereuropäischen Verständnis“, erklärte Prof. Dr. Christine Godt, HLS-Direktorin der Universität Oldenburg. Ihr Bremer Kollege, HLS-Direktor Prof. Dr. Christoph Schmid, ergänzte: „In der HLS geht es darum, Recht europäisch zu denken und vorhandene Unterschiede zu verstehen.“

Anders als ein reguläres Studium der Rechtswissenschaften endet das Jura-Studium an der HLS nicht mit dem deutschen Staatsexamen, sondern einem international ausgerichteten Bachelor of Laws (LL.B.) oder einem Master of Laws (LL.M.). Diese Abschlüsse qualifizieren Studierende für den internationalen Arbeitsmarkt und für Positionen in Unternehmen mit Auslandsgeschäft. Absolvieren sie erfolgreich ein zusätzliches Semester an der niederländischen Partneruniversität, der Rijksuniversiteit Groningen, können sie einen Doppelabschluss erwerben, der den Zugang zur Anwaltsausbildung in den Niederlanden eröffnet. Für alle verpflichtend ist ein einjähriges Auslandsstudium, das Studierende an einer der vielen Partneruniversitäten der Universitäten Oldenburg oder Bremen absolvieren können.

Ihren 20. Geburtstag feierte die HLS mit zahlreichen Gästen. Dazu gehörten auch Persönlichkeiten, die das Projekt zu Beginn des Jahrtausends auf den Weg gebracht hatten, wie die Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Götz Frank (Oldenburg) und Prof. Dr. Gert Brüggemeier (Bremen) sowie Prof. Dr. Sjef van Erp, der seinerzeit als externer Berater der Universität Maastricht (Niederlande) am Gründungsprozess beteiligt war.

Die neue Generation von Juristinnen und Juristen stand ebenfalls im Mittelpunkt: Im Rahmen des Festakts wurden die besten sechs Abschlussarbeiten des vergangenen Jahres ausgezeichnet.

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Das 20-jährige Bestehen der Hanse Law School feierten (v.l.) Prof. Dr. Rudolf Schröder, Dekan der Fakultät II Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Christoph Schmid, HLS-Direktor der Universität Bremen, Prof. Dr. Christine Godt, HLS-Direktorin der Universität Oldenburg, und Prof. Dr. Karsten Speck, Vizepräsident für Studium, Lehre und Internationales der Universität Oldenburg. Foto: Markus Hibbeler / Universität Oldenburg

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(Stand: 20.04.2022)