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Doreen Brandt

31. August 2022   176/22    Veranstaltungsankündigung

Wie Vertriebene Niederdeutsch lernten

Öffentlicher Vortrag an der Universität

Oldenburg. Das heutige Mecklenburg-Vorpommern nahm nach dem Zweiten Weltkrieg besonders viele Geflüchtete und Vertriebene auf. Welchen Einfluss diese Zuwanderung auf die lokalen niederdeutschen Mundarten hatte, ist Thema eines öffentlichen Vortrags an der Universität Oldenburg. Am Mittwoch, 7. September, 18.00 Uhr, beleuchtet der Linguist PD Dr. Klaas-Hinrich Ehlers von der Freien Universität Berlin, wieso insbesondere viele der immigrierten Kinder und Jugendlichen zusätzlich zu ihrem Herkunftsdialekt und zum Hochdeutschen oft auch Niederdeutsch lernten. Die Veranstaltung findet im Kammermusiksaal der Universität Oldenburg statt (Gebäude A11, Raum 0–011, Ammerländer Heerstraße 69), der Eintritt ist frei. In den Gebäuden und Räumen der Universität besteht eine grundsätzliche Maskenpflicht.

Der Vortrag ist Teil der 1. Sommerakademie Niederdeutsch, die vom 5. bis 9. September an der Universität Oldenburg stattfindet. Die Organisatorinnen sind Prof. Dr. Doreen Brandt und Marina Frank vom Institut für Germanistik.

Ehlers ist Privatdozent an der FU Berlin für das Fach „Germanistische Linguistik“. Seine Arbeit zur „Geschichte der mecklenburgischen Regionalsprache seit dem Zweiten Weltkrieg – Varietätenkontakte zwischen Alteingesessenen und immigrierten Vertriebenen“ ist das Ergebnis eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts, für das er Zeitzeugeninterviews und Sprachtests in der Umgebung von Rostock durchführte. 2018 erhielt er für seine Studie den Johannes Sass-Preis, mit dem der Verein Bevensen-Tagung e.V. herausragende Studien zur Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft des Niederdeutschen auszeichnet.

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Prof. Dr. Doreen Brandt, E-Mail:

(Stand: 20.04.2022)