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Nachrichten aus der Universität


Künftig nur noch Angestellte in Lehre und Forschung?

Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirates - Ministerium reagiert wohlwollend, aber skeptisch

Als wichtigen und guten Denkanstoß, der aber selbst mittelfristig kaum realisierbar sei, hat die Sprecherin des Wissenschaftsministeriums, Uli Gröttrup, die Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats bezeichnet, künftig an den Universitäten Oldenburg und Clausthal sowie an der FH Osnabrück alle Beamtenstellen nur noch mit Angestellten zu besetzen. An den alten Zopf des unbeweglichen Beamtenstatus für Lehrende traue sich in Bonn niemand heran, sagte Gröttrup. Eine Einzelfallregelung wäre nach dem Niedersächischen Hochschulgesetz (NHG) zwar möglich, würde aber die betroffenen Hochschulen isolieren und benachteiligen, weil besonders ProfessorInnen abgeschreckt würden, Stellen anzunehmen.

Der Wissenschaftliche Beirat wurde am Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) angesiedelt, um für die Hochschulen in Niedersachsen mit einem Globalhaushalt (die Universitäten Oldenburg und Clausthal sowie die FH Osnabrück) Empfehlungen für die Stärkung der Autonomie zu erarbeiten. Der Beirat begründete seinen Rat, Profes-sorInnen, AssistentInnen und DozentInnen grundsätzlich nur als Angestellte zu beschäftigen mit dem Hinweis, mittel- und langfristig werde damit eine größere Flexibilität erreicht und die Personalwirtschaft vereinheitlicht.

Ein stärkere Autonomie fordert der Beirat auch in Bauangelegenheiten. Schon im nächsten Jahr sollen nach seiner Ansicht Hochschulen in eigener Verantwortung über kleine Baumaßnahmen entscheiden können und danach in die Lage versetzt werden, Ausschreibungen und Auftragsvergaben auch für größere Baumaßnahmen selbst durchzuführen oder durchführen zu lassen. Weiterhin sollen die Hochschulen ohne Genehmigung durch das Ministerium über die Anmietung von Räumen und Grundstücken entscheiden können und umgekehrt Räume und Grundstücke vermieten können, ohne die Gelder nach Hannover abführen zu müssen.

Der Wissenschaftliche Beirat setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Prof. Dr. Jürgen Blum (Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt), Prof. Dr. Rolf Dubs (Hochschule St. Gallen, Schweiz), Prof. Dr. Karen Sonne Jakobsen (Roskilde-Universität, Dänemark) Gerd Köhler (GEW-Hauptvorstand), Dr. Karl-Heinz Maul C&L Deutsche Revisions AG), Prof. Dr. Detlef Böllig (CHE), Prof. Dr. Ayla Neusel (Universität Kassel) und Dr. Albertjan Peters (Hoogeschool, Niederlande).

Chancen für Anträge bei der GIF verbessert

Direktor der German-Israeli-Foundation zu Besuch

Mehr Anträge auf Forschungsförderung will die Universität zukünftig bei der German-Israeli-Foundation (GIF) stellen. Die Intensivierung der Kontakte zu der deutsch-israelischen Stiftung stand daher im Mittelpunkt des Besuchs von Dr. Amnon Barak, dem Direktor der Forschungsförderungseinrichtung. Die GIF fördert mit rund 20 Millionen Mark jährlich Gemeinschaftsprojekte von deutschen und israelischen WissenschaftlerInnen zu jeweils einem Themenschwerpunkt.

Barak, der auch Bremen besuchte, sieht gute Chancen für die jungen Universitäten, an den Fördergeldern zu partizipieren, sofern es ihnen gelingt, gegenüber den traditionellen Hochschulen an Profil zu gewinnen. Der Universität Oldenburg ist es nach Meinung von Barak in den letzten Jahren gelungen, ihre Forschungsschwerpunkte zur "Reife" zu bringen. Mit dem Ausbau der Naturwissenschaften und der Informatik, der Gründung des ICBM und dem im letzten Jahr bewilligten Sonderforschungsbereich "Neurokognition" habe sich die Universität erheblich mehr Möglichkeiten für Anträge bei der GIF erarbeitet. Durch die intensive Zusammenarbeit mit der Universität Bremen und vor allem durch die Gründung des Hanse-Wissenschaftskollegs würden darüber hinaus weitere Chancen für eine deutliche Profilbildung entstehen.

Die German-Israeli-Foundation wurde 1986 gegründet. Finanziert werden die deutsch-israelischen Gemeinschaftsprojekte durch den Zinsertrag des Grundkapitals (300 Millionen DM). Die Universität Oldenburg hat bisher neun Anträge auf Forschungsförderung bei der GIF gestellt, von denen zwei bewilligt wurden. An einem GIF-Projekt sind jeweils mindestens ein deutscher und ein israelischer Wissenschaftler beteiligt, die im Vorfeld schon Kontakt gehabt und den Antrag gemeinsam gestellt bzw. aufeinander abgestimmt haben. Zur Zeit gibt es bei der Vergabe von Mitteln nicht nur ein deutliches Übergewicht der großen Universitäten, sondern auch ein Nord-Süd-Gefälle. Heidelberg, Freiburg, München und auch Stuttgart rangieren ganz oben auf der Projekteliste der GIF.

Preiswerte Universitätsstadt Oldenburg

Niedrige Mieten sorgen für sehr guten Platz in der "Capital"-Tabelle

Wegen der vergleichsweise niedrigen Mieten ist das Leben in den alten Bundesländern für StudentInnen in Oldenburg nach Clausthal-Zellerfeld am billigsten. Das zumindest fand das Wirtschaftsmagazin Capital heraus, das die Lebenshaltungskosten an den 69 deutschen Universitätsstandorten errechnete. Auf das gesamte Bundesgebiet bezogen, belegt Oldenburg mit einem monatlichen Kostensatz von 1332 DM den 7. Rang. Am billigsten, so die Capital-Berechnungen, leben heute StudentInnen in der Goethestadt Weimar mit 1245 DM; in München, Berlin und Hamburg müssen sie dagegen fast 400 DM mehr aufbringen, die drei größten Städte bilden den Schluß der Tabelle.

Miete, Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Sport- und Freizeit, Uni-Gebühren und Fahrtkosten waren die Kategorien für das Magazin. Dabei geht es von 470 DM ortsunabhängiger Kosten aus, womit wohl u.a der Kauf von Büchern und anderen Arbeitsmaterialien gemeint ist.

Tatsächlich sind es in Oldenburg nur die Mieten, die als besonders günstiger Faktor mit durchschnittlich 313 DM für ein 25qm großes Zimmer anfallen. In den Millionen-Städten liegen sie fast doppelt so hoch. Selbst in Erlangen müssen StudentInnen noch 200 DM mehr hinblättern. Bei den anderen Kategorien liegt Oldenburg eher im Mittelfeld - vergleichbar mit Kassel, Göttingen und Bremen.

Die Nachbaruniversitäten Bremen und Osnabrück rangieren auf den Plätzen 29 (1414 DM) und 12 (1367 DM).

Studiengebühren vorerst gekippt

Die von der Landesregierung zur Aufstockung des Wissenschaftsetats in Augenschein genommenen Einschreibgebühren sind vorerst vom Tisch. Die SPD-Landtagsfraktion lehnte die Pläne der von ihr gewählten Regierung ab, 100 Mark pro Semester zu erheben. Begründung: StudentInnen sollten nach den mangelhaften BaföG-Regelungen nicht doppelt belastet werden.

Rüttgers: Zu kurz gegriffen

Als viel zu kurz gegriffen nannte in Oldenburg der Bundesminister für Bildung, Forschung und Technologie, Dr. Jürgen Rüttgers, Zahlenspiele um den Bedarf von Ingenieuren. Die derzeitige Arbeitsmarktlage dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Wirtschaft nach der Jahrtausendwende "vor allem Ingenieure braucht und händeringend suchen wird", sagte der Minister in deutlicher Anspielung auf die Entscheidung der Landesregierung, einen Ingenieurfachbereich an der Universität Oldenburg vorerst nicht einzurichten.

Studentenzahl ging zurück

Die Zahl der StudentInnen ist nach Angaben des Dezernates 3 Akademische Angelegenheiten im Vergleich zum Vorjahr um knapp 500 zurückgegangen - von 13.017 auf gut 12.500. Ursache ist vornehmlich die große Zahl von AbgängerInnen. Die Zahl der Neuimmatrikulierten sank im WS 96/97 lediglich um etwa 100 - von über 1700 auf etwa 1600. Die endgültigen Zahlen gibt es erst Mitte November.

Stiftung von Peter Waskönig

Mit 100.000 Mark hat der Unternehmer und Präsident der Universitätsgesellschaft, Peter Waskönig, eine nach ihm benannte Stiftung zur Förderung von begabten Student-Innen ausgestattet. Erstmals sollen 1997 besondere Leistungen von StudentInnen durch die Waskönig-Stiftung gefördert werden. Verwaltet wird die Stiftung von der Universitätsgesellschaft. Dem Kuratorium gehören unter anderem der Präsident der Universität, Prof. Dr. Michael Daxner, und der Präsident der Industrie und Handelskammer, Dieter Schlecht, an.

Mit der Peter-Waskönig-Stiftung kommt die Universität in den Genuß der zweiten Stiftungsgründung innerhalb von zwei Jahren. 1995 rief der Oldenburger Unternehmer Heinz Neumüller die gleichnahmige Stiftung ins Leben, die vor allem DoktorandInnen aus den Bereichen Wirtschafts-, Rechts- und Naturwissenschaften fördert.

Brief nicht gebilligt

Das Dekanekollegium hat in einer einstimmigen Erklärung auf die Veröffentlichung eines internen Schreibens durch die "Nordwest-Zeitung" reagiert, in dem die Amtsführung des Kanzlers Wolf-Dietrich v. Fircks, von den Dekanesprechern kritisiert worden war (siehe uni-info 7/96). Die Erklärung im Wortlaut:

1. Das Dekanekollegium der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erklärt, daß die Dekanin des Fachbereiches 2, die Dekane der Fachbereiche 1, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 11 und der Direktor des ICBM vom Schreiben der Sprecher der Dekane bzw. Zentralen Einrichtungen an den Herrn Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, U. Reinhardt, keine Kenntnis hatten. Sie wurden über diesen Vorgang erst nachträglich informiert.

2. Die Meldung der NWZ vom 27. September 1996, daß die Mehrheit der Dekane den Brief an den Staatssekretär "in Form und Inhalt nachträglich gebilligt" haben soll, entbehrt jeder Grundlage.

3. Das Dekanekollegium verurteilt einhellig die Weitergabe von Informationen über diesen Vorgang an die Presse und distanziert sich in aller Form von den im o.g. Artikel gemachten Aussagen.

4. Das Dekanekollegium lehnt eine Stellungnahme zu Form und Inhalt des genannten Schreibens in der Öffentlichkeit ab.

Weg zur naturwissenschaftlichen Alphabetisierung in der Schule

Mehr Geschichte und Theorie - Eine internationale Tagung in Loccum

Unter dem Titel "Geschichte und Theorie der Naturwissenschaften im Unterricht - ein Weg zur naturwissenschaftlichen Alphabetisierung?" veranstalteten die Evangelische Akademie Loccum und die Arbeitsgruppe "Hochschuldidaktik und Wissenschaftsgeschichte" am Fachbereich Physik der Universität Oldenburg unter Leitung von Dr. Falk Rieß im August eine internationaleTagung. Daran nahmen 17 ReferentInnen aus sieben Ländern sowie 60 TeilnehmerInnen aus Schulpraxis, Lehreraus- und Fortbildung teil.

Da das Tagungsthema in Deutschland von der naturwissenschaftlichen Pädagogik und Fachdidaktik weitgehend vernachlässigt wird, war die kritische Auseinandersetzung mit den im Ausland entwickelten Reformansätzen die wichtigste Aufgabe. Die Gründe für die Notwendigkeit einer solchen Auseinandersetzung liegen in der heute geringen Wirksamkeit des naturwissenschaftlichen Unterrichts und dem nachlassenden Interesse an der Fächergruppe - eine unhaltbare Situation angesichts der Tatsache, daß eine demokratische Gesellschaft immer mehr auf eine Bevölkerung angewiesen ist, die die naturwissenschaftlichen Voraussetzungen und Implikationen technischer Projekte überschaut und damit politische Entscheidungen vorbereiten und fällen kann.

Eine einfache Ausweitung des Unterrichts oder eine Erhöhung des Anforderungsniveaus bringen allerdings keine Lösung. Vielmehr hilft da, so der Tenor der Loccumer Tagung, die Integration von wissenschaftstheoretischen und historischen Inhalten in den Unterricht als ein Mittel zur Erziehung eines in dieser Hinsicht gebildeten Individuums. Statt vieler unverbundener Einzelkenntnisse sollten die systematische Struktur der Wissenschaften und die Merkmale ihrer gesellschaftlichen Entstehungs-, Entwicklungs- und Anwendungsbedingungen gelehrt werden, d.h. die Einbeziehung historischer, philosophischer und soziologischer Anteile in den Unterricht. Solche Unterrichtsansätze gibt es vor allem im englischsprachigen Ausland.

Daß sie offensichtlich wirksam sind, machte der Amerikaner Robert Yager deutlich. Er stellte eine Untersuchung vor, nach der StudentInnen der Iowa-Universität, die Kurse mit solchen Ansätzen belegten, signifikant bessere Leistungen zeigten als StudentInnen mit herkömmlichem Unterricht.

Diese wissenschaftlichen Unternehmungen, die eben auch die Auswertung und Erfolgskontrolle des Unterrichts umfassen, werden unter den Begriffen HPS (History and Philosophy of Science) und STS (Science, Technology and Society) zusammengefaßt. Auf der Tagung wurden in diesem Rahmen unterschiedliche Modelle nicht nur aus den USA, sondern auch aus Großbritanien, Kanada, Australien, der Schweiz und Dänemark vorgestellt. Auch die ersten Ansätze in Niedersachsen, angeregt durch die von Rieß geleitete Arbeitsgruppe, und in Nordrhein-Westfalen fanden ein interssiertes Publikum.

Die WissenschaftlerInnen, die sich mit diesem Ansatz im naturwissenschaftlichen Unterricht beschäftigen, haben sich zu einer internationalen Gemeinschaft formiert, die Tagungen durchführt, eine Zeitschrift und Unterrichtsmaterialien herausgibt und ein Netzwerk von LehrerInnen aufgebaut hat.

Ozon-Ansagedienst vorerst eingestellt

Der Ozon-Ansagedienst der Arbeitsgruppe Physkalische Umweltanalytik (AG PUMA) der Universität hat seinen Informationsservice vorerst eingestellt. Die WissenschaftlerInnen werden aber auch weiterhin die Ozon-Werte messen und die Entwicklung verfolgen. Ob der Ansagedienst im nächsten Sommer wieder aufgenommen werden kann, ist noch fraglich. "Derzeit fehlen die finanziellen Mittel, um diese Dienstleistung auch in Zukunft anbieten zu können", erklärte Dr. Jochen Pade von der AG PUMA.

Die sommerliche Ozonbelastung fiel 1996 etwas geringer als im Vorjahr aus. Die höchste Belastung erlebte Oldenburg ausgerechnet zum "Tag der Umwelt" am 6. Juni; es wurden 218 mg/m3 in Wechloy und 245 mg/m3 auf dem Marktplatz gemessen. Der EU-Schwellenwert zum Schutz der Vegetation (Tagesmittelwert von 65 mg/m3) wurde an 25 der rund 150 Meßtage überschritten.

Einblicke Nr. 24 erschienen

Die 24. Ausgabe des Forschungsmagazins Einblicke ist jetzt erschienen. Das farbig illustrierte Heft, das zweimal im Jahr erscheint, richtet sich insbesondere an die ausseruniversitäre Öffentlichkeit. Die Beiträge im einzelnen:

-Von Schwarzen Flecken und Schwarzen Flächen

-Konflikte zwischen Ökologie und Urbanität

-Fernerkundung - nah gesehen

-Im Visier der Stasi: Katholische Studentengemeinden

-"Auf den Großmärkten ... bildet das Oldenburger Schwein eine Klasse für sich"

Einblicke ist im Oldenburger Buchhandel für 5 Mark zu erhalten.

10 Jahre Präsidentschaft: Visionär und Stachel

Dekanesprecher Rüdiger Meyenberg über Michael Daxner

Die Universitäten in Deutschland - und damit auch die Oldenburger Universität - stehen vor enormen Herausforderungen, die das Ergebnis weltweiter Umwälzungen sind. Diese Herausforderungen sind eine Folge der neuen Technologien und der damit einhergehenden Globalisierung der Wirtschaft, die offensichtlich zunehmend zu einer Falle für die Demokratie werden kann, weil nur noch auf die übermächtigen Sachzwänge der transnationalen Ökonomie verwiesen wird als Ersatz für aktive Politik.

Der Staat und seine politische Administration reagieren eher hektisch, zu häufig fiskalisch und noch weniger politisch konzeptionell auf diese Veränderungen. Natürlich aber muß sich ein Land, das über 870 Milliarden DM Schulden hat, neu orientieren. Dabei sollte sich diese Gesellschaft und die sie beherrschende Generation vergegenwärtigen, daß offensichtlich erhebliche Teile des Wohlstandes der vergangenen Jahre - auch in den Universitäten - nicht erwirtschaftet, sondern auf "Pump" finanziert wurde.

Der Staat wird versuchen, die Fehlentwicklungen zu korrigieren, und sich deshalb auch aus den Universitäten mehr und mehr zurückziehen. Wir erleben die Anfänge dieses Prozesses in diesen Tagen und Monaten leidvoll.

Was bedeuten solche Veränderungen, die man mehr als Herausforderungen ansehen sollte, für die einzelnen WissenschaftlerInnen, für die Universitäten insgesamt und die Universität Oldenburg speziell? Oder anders gefragt: Wie kann die Wissenschaft in all ihren Verästelungen so organisiert werden, daß der Anschluß an das nächste Jahrtausend nicht verpaßt wird?

Kaum jemand sieht diese Veränderungen so klar und vehement auf die Universitäten zukommen, wie Michael Daxner, der am 1. Oktober 1986 sein Amt als Präsident der Universität Oldenburg antrat. Er begnügt sich nicht nur mit der Analyse, er mahnt nicht nur, er beklagt nicht nur, sondern er lotet aus, wo entwickelt, wo verändernd gestaltet werden muß. Er macht Vorschläge, wie solchen Herausforderungen zu begegnen ist und stellt sie national wie international zur Diskussion, wie jüngst in seinem Buch "Ist die Uni noch zu retten?" Diesem Umstand übrigens hat es die Universität Oldenburg insbesondere zu verdanken, daß in der scientific community zumindest in Europa - wenn nicht gar weltweit - bekannt ist, daß es in Deutschland die Carl von Ossietzky Universität gibt.

Es gibt wohl kaum einen Bereich, den er angesichts der überaus schwierigen Situation nicht problematisiert und diskutiert: Studiengebühren, Funktion von Wissenschaft, Leitungsstruktur von Universitäten, Qualität von Lehre, Status der ProfessorInnen, Fragen der Finanzierbarkeit und des Managements von Hochschulen, Formen der internationalen Zusammenarbeit.

Jede Universität braucht solche Inspirationen, wenn sie nicht verkommen, oder, wie Peter Glotz es sagt "verrotten" will. Sie müssen das Denken beflügeln, soll Rückschritt nicht in Kauf genommen werden. Michael Daxners großer Verdienst ist es, ein Visionär und damit ein Stachel zu sein, der die Universität ständig daran erinnert, daß sie sich nicht selbstzufrieden zurücklehnen darf.

Dabei gerät aber leicht die Bewältigung des universitären Alltags in den Schatten. Die Hauptaufgabe von Universitäten, Wissenschaft zu betreiben, wird in den Fachbereichen ermöglicht. Hier muß die Zusammenarbeit mit der Zentrale verbessert werden, denn auch im Alltag bedarf es der wissenschaftlichen Inspiration, soll Wissenschaft nicht veröden. Und es bedarf einer kompetenten und effizienten Administration, die sich als Dienstleistungsbetrieb versteht, und damit eines modernen Managements - auch an der Spitze. Effizienz sollte aber ebenso von den Gremien erwartet werden. Sie müssen sich an den Ansprüchen messen lassen, die sie selbst an andere stellen. Hier gab es in der Vergangenheit Fehler im Umgang, Versäumnisse im Verfahren, und leider auch gegenseitige Verletzungen, die wohl auch nicht zu vermeiden sind, weil Arbeit - zum Glück - nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen gemacht wird. Gerade weil das so ist, bedarf es einer - überspitzt gesagt - "zivilisierten Streitkultur", die aufgerissene Wunden wieder heilt und Fronten nicht auf Dauer zementiert. In schwierigen Zeiten ist dies ein besonders wichtiges Anliegen - auch an den Präsidenten.

Fahrrad für jeden Teilnehmer

KoMa - jährliche Tagung der Mathematikfachschaften

Etwa 100 TeilnehmerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden zur Konferenz deutschsprachiger Mathematikfachschaften (KoMA) vom 20. bis 24. November 96 in Oldenburg erwartet. Eingeladen sind auch alle Oldenburger MathematikstudentInnen, die sich bei der Fachschaft anmelden können.

Nach Mitteilung der OrganisatorInnen sind Themen der Konferenz der Umgang mit Erstsemestern, Mitgestaltung von Prüfungsordnungen, Erstellung von Studienführern aus studentischer Sicht, Frauenförderung und - aktuell - Studien- und Einschreibgebühren. Aber nicht nur rein fachliche Belange spielen eine Rolle. So werden auf KoMa-Tagungen Arbeitskreise wie "Mathematik und Theater" oder "Mathematik und Kunst" eingerichtet und Imagefragen von MathematikerInnen und StudententInnen dieser Fachrichtung diskutiert.

Besonderes bietet das Oldenburger Rahmenprogramm: Den Tagungsteilnehmer-Innen werden Fahrräder für Touren durch die Stadt und die Umgebung zur Verfügung gestellt. Die Tagungs-Party findet im Alhambra statt, und die Versorgung erfolgt biodynamisch. Die OrganisatorInnen haben sich auch um Sponsoren gekümmert: Neben dem Fachbereich und dem AStA gibt es Unterstützung vom Bundesforschungsministerium, den FahrradfachgeschäftenBikes und Bonnke, der Fahrradstation sowie vom Bioladen Brot & So.

Uni-Gesellschaft stellt sich vor

Mit einem kürzlich herausgegebenen Farbprospekt informiert die Universitätsgesellschaft Oldenburg über ihre Aufgaben und Ziele zur Förderung der Universität. Der Prospekt enthält alle wichtigen Informationen über die Hochschule und den Förderverein.

Die Universitätsgesellschaft fördert Forschung und Lehre an der Universität Oldenburg und setzt sich für eine Intensivierung der Beziehungen zwischen Universität, Bevölkerung, Wirtschaft sowie Einrichtungen der Studierenden ein. U.a. stiftet der Verein einmal im Jahr den Wachsmann-Preis für besondere Leistungen bei Diplom- , Magister- und Doktorarbeiten. Seit seiner Gründung 1973 hat der Förderverein die Universität mit rund einer Million Mark unterstützt. Auch StudentInnen können Mitglieder der Universitätsgesellschaft werden. Sie zahlen dann den ermäßigten Jahresbeitrag von 30 Mark. Der Mindestbeitrag für andere Mitglieder beträgt 60 Mark.

Wachsmann-Preis vergeben

Den diesjährigen Wachsmann-Preis der Universitätsgesellschaft Oldenburg erhält der Politikstudent Heiko Walkenhorst für seine Magisterarbeit: "Die Föderalisierung der Europäischen Union: Möglichkeiten und Grenzen im Spannungsfeld der drei politischen Gestaltungsebenen EG/EU, Nationalstaaten, Regionen." Am 13. November, 18.00 Uhr, wird der mit 5000 Mark dotierte Preis in einer Feierstunde im Großen Hörsaal in Wechloy überreicht.

Die Arbeit von Walkenhorst beschäftigt sich mit der aktuellen Frage nach der zukünftigen Entwicklung der EU vor dem Hintergrund der anhaltenden Föderalismusdebatte. Wie kann z.B. die Kulturhoheit der deutschen Bundesländer in der EU gewahrt werden, wenn der Bund Vertragspartner ist? Wie steht es überhaupt mit der Entscheidungsteilhabe und demokratischen Vertretung der Länder oder Regionen in einem zukünftigen Europa?

Nach Meinung der Kommission ist es dem Verfasser gelungen, dieses komplexe und auf allen Ebenen des politischen Raums viel diskutierte Thema so zu strukturieren, daß historische Aspekte, Theorie, Wirklichkeit, Rechtslage und widerstreitende Anspüche deutlich und nachvollziehbar würden. Mit ihrer Stringenz biete die Arbeit eine vorzügliche Grundlage für Entscheidungsfindungen.

Zahlenspiegel

Wie sind die Finanzmittel auf die Fachbereiche verteilt? Wieviel Studierende haben sich zum Wintersemester an der Universität Oldenburg eingeschrieben? Diese und viele andere Fragen beantwortet die neuste Ausgabe des "Zahlenspiegels" (Stand: 1. September 1996), der jährlich vom Dezernat für Universitätsentwicklungsplanung, Forschungs- und Förderungsangelegenheiten verfaßt wird. Die statistischen Universitätsdaten sind auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Initiativkreis "vital!"

Mit einer Eröffnungsfeier am 7. November, 11.00 Uhr, Raum A6 1-112, stellt sich die Initiative "vital!" der Arbeitseinheit Psychologie im Gesundheitswesen am Fachbereich 5 Philosophie, Psychologie, Sportwissenschaft vor. Mit Kursen, Vorträgen und Aktionen möchte das Projekt Anregungen für ein lebenswertes, sinnerfülltes und befreites Leben geben.

Kunst und Herrschaft

Die siebte Ringvorlesung 'Forum Mitteleuropa-Osteuropa' steht unter dem Thema "Kunst und Herrschaft im östlichen Mitteleuropa". Der nächste Vortrag "Prag als Kunstzentrum unter Karl IV" von Claudia Meier (Mainz) findet am Dienstag, 5. November, 18.00 Uhr im Vortragssaal der Bibliothek statt. (Siehe Veranstaltungskalender).

Multimediale Zukunft von Kindern und Jugendlichen: media paradise?

Sonderausstellung vom 10. November bis 6. Dezember im Rahmen der KIBUM

Kinder und Jugendliche wachsen in einer Welt auf, in der sie zunehmend von Medien umstellt sind. Nach wie vor wächst der Teil ihrer freien Zeit, den sie mit unterschiedlichen Medien nutzen. Zudem hat der Computer in jüngster Zeit eine Dynamik ausgelöst, die nicht nur den Freizeitbereich durchdringt, sondern auch bisherige Lernformen in Schule und Elternhaus grundlegend zu verwandeln droht und - mit dem Zugang zum Internet - die Perspektive ungeahnter Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet.

In der Ausstellung media paradise werden von einem interdisziplinären Forschungsteam sechs Rauminstallationen gestaltet, in denen unterschiedliche Schwerpunkte gegenwärtiger und künftiger Mediennutzung Jugendlicher präsentiert werden. Dabei geht es insbesondere um die Möglichkeiten eines produktiven Umgangs mit den Medien, konkretisiert an den Beispielen der selektiven Nutzung des Internets, der medialen Selbstinszenierung, der Geschichte und Bedeutung des Computerspiels, der Nutzung von Edutainment, Infotainment und Lernsoftware sowie an Beispielen künstlerischer Medienerfahrung. Die Ausstellung verbindet die Präsentation mit der Aufforderung zu aktiver Beteiligung und versteht sich als 'Kommentar' zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen.

Die Universität Oldenburg nimmt die diesjährige Kinder- und Jugendbuchmesse zum Anlaß, die Alternativen zur jugendlichen Lesekultur, die in jener Entwicklung der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen zum Ausdruck kommen, zum Gegenstand einer Sonderausstellung und einer wissenschaftlichen Tagung zu machen.

Die Reflexion auf die Medienthematik wird vertieft durch eine Tagung "Die multimediale Zukunft von Kindern und Jugendlichen", in der die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen zum Gegenstand wissenschaftlicher Analyse gemacht wird. Zentrale Themen der Tagung sind: Die Bedeutung der Medien für die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, die Entwicklung und Bewertung von Kinder- bzw. Lernsoftware sowie die Nutzung und die Möglichkeiten des politischen Mißbrauchs von Computern und moderner Computernetze (Internet, Mailbox etc.). Zudem soll der Frage nachgegangen werden, wie die Schule konstruktiv auf die Herausforderungen moderner Medien reagieren kann. Die Tagung wird zum Teil in der Ausstellung selbst stattfinden, so daß die Tagungsteilnehmer ihre kritische Auseinandersetzung mit dem Thema durch den praktischen Umgang mit den Medien ergänzen können.

Die Veranstaltung richtet sich an alle diejenigen, die in ihrem Arbeitsbereich mit der wachsenden Mediatisierung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind und diesen Prozeß nachvollziehen und eventuell mitgestalten wollen, an interessierte Eltern, an LehrerInnen, an BibliothekarInnen und an JugendsozialarbeiterInnen, die in ihrem Beruf mit der wachsenden Mediennutzung durch Jugendliche konfrontiert sind.

22. KIBUM: Über 60 Veranstaltungen

Mit mehr als 60 Veranstaltungen bietet die 22. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM vom 9. bis 19. November 1996 ein attraktives Rahmenprogramm. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem die Verleihung des mit 15.000 Mark dotierten Kinder- und Jugendbuchpreis (Montag, 11. November), die Sendung des NDR-Kinderfunks MIKADO live von der KIBUM (Sonnabend, 16. November) und die Sonderausstellung "media paradise", in der vom Internet-Cafe über Computerspiele bis zu modernster Lernsoftware alles mögliche rund um Multi-Media geboten wird (obenstehender Bericht). Darüber hinaus bietet das Programm wieder 10 Tage Unterhaltung und Informationen, wie Autorenlesungen, Theater, ein Kinderfilmfest, aber auch Vorträge für Erwachsene. Mit einer Sonderpräsentation, einer musikalischen Lesung mit Gerd Spiekermann und einem Abendvortrag "Plattdeutsche Bücher für Kinder" schafft die KIBUM in diesem Jahr erstmals auch der niederdeutschen Literatur Raum. Das Programm ist in allen Bibliotheken und Buchhandlungen zu erhalten.

Internet: Änderung der Benutzerordnung?

Mißbrauch auch in der Uni / InformatikerInnen rufen zur Mitarbeit in Arbeitskreis auf

Das Hochschulrechenzentrum und einige Fachbereiche bieten seit kurzem den StudentInnen und Mitarbeiter-Innen den Zugang zum Internet. Sowohl zum Surfen wie auch zum Veröffentlichen einer eigenen "Homepage". Doch wofür kann und darf die genutzt werden? Das ist eine Frage, die jetzt im Fachbereich Informatik aktuell geworden ist, weil in letzter Zeit einige Fälle des Mißbrauchs der Rechner- und Netz-Ressourcen aufgetreten sind.

So wurden auch kommerzielle Informationen auf den "WorldWideWeb-Servern" der Uni gespeichert und im Internet öffentlich angeboten sowie (z.B. mit Pornographie oder durch Copyright-Verletzungen) gegen Gesetze und die Benutzungsordnung der Rechenzentren verstoßen. Wenn solche Fälle immer eindeutig zu bewerten wären, gäbe es keine Probleme. Aber dem ist nicht so. Es gibt eine große Grauzone, die den momentanen Bestimmungen nicht zugeordnet werden kann. Die Rechnerressourcen sollen für Forschung, Lehre und Studium genutzt werden. Außerdem wird laut Niedersächsischem Hochschulgesetz (NHG) den Hochschulen die Aufgabe zur Schaffung von "Voraussetzungen für eine angemessene kulturelle und sportliche Betätigung der Studierenden" zugewiesen (§ 2, Abs. 5). Es stellt sich nur die Frage, wer entscheiden soll, was hier mit Kultur gemeint ist. Wo endet diese Richtlinie und wo fängt Zensur an?

Kürzlich wurde die WWW-Homepage eines Studenten gesperrt, weil ein Journalist entdeckt hatte, daß dort eine politische Zeitschrift wiedergegeben und für Abonnements geworben wurde. Er fragte beim Wissenschaftsministerium in Hannover nach und löste damit eine Prüfung in Oldenburg aus. Die Dinge nahmen ihren Lauf und die WWW-Seiten waren schnell verschwunden. Ist das Zensur oder bloß die Durchsetzung der Benutzungsordnung? Da es nicht einmal sicher ist, ob überhaupt politische Texte über die Rechner der Universität verbreitet werden dürfen (kulturelle Betätigung?), bieten sich hier einerseits Mißbrauchsmöglichkeiten der Rechner und Netze und andererseits Kontroll- und Verbotsmöglichkeiten durch restriktive Auslegung der Vorschriften! Noch ein anderes Beispiel: Sicherlich fällt es unter den Paragraphen des NHG, wenn ein Student sein Interesse am Fußball auch auf seiner Homepage öffentlich macht. Aber ist es noch kulturelle Betätigung, wenn er wöchentlich die Spielergebnisse aller Bundes- und Regionalligen auf einem WWW-Server der Uni zusammenträgt? Schließlich könnte das als Werbung für kommerziellen Fußball angesehen werden, obwohl der Student (wie auch der im ersten Fallbeispiel) vermutlich keine müde Mark dafür bekommt. (Übrigens sind diese Seiten nicht gesperrt worden.)

Um in solchen Fällen in Zukunft leichter entscheiden zu können, soll jetzt in einem Arbeitskreis diskutiert werden, ob die bestehenden Benutzungsordnungen klarer auszuformulieren sind und ob ein Leitfaden zur Nutzung der Rechnerressourcen helfen könnte, sowohl die NetzbetreiberInnen, als auch die StudentInnen besser abzusichern und Mißverständnisse zu vermeiden. Organisiert wird der Arbeitskreis von Prof. Dr. Peter Gorny und der Fachschaft Informatik. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, kann am 13. November 1996 um 16.00 Uhr in den Seminarraum des FB Informatik A3 2-209 zum ersten Treffen kommen.

Detlef Huelst, Fachschaft Informatik

Universität im WWW: Tendenz deutlich steigend

Auf rund 4.700 Seiten präsentiert sich mittlerweile die Universität Oldenburg im World Wide Web (WWW). Tendenz: täglich steigend. Inzwischen sind, mit einigen wenigen Ausnahmen, alle Einrichtungen und Fachbereiche der Universität in dem weltweiten Informationsnetz präsent.

Wie groß das Informationsangebot der Universität ist, hat Bernd Diekmann, Referent in der Universitätsbibliothek, mit Hilfe des Indexier- und Suchprogramms HARVEST zwischen dem 23. und 25. August 1996 ermittelt. Nach "offiziellen" und "privaten" Informationsanbietern differenziert, haben danach die universitären Einrichtungen und Fachbereiche insgesamt 4.674 Dokumente ("Web-Seiten") im WWW bereitgestellt. Mit 45 % der "offiziellen" Web-Seiten stellen die Informatiker mit Abstand das größte Informationsangebot bereit. Das Hochschulrechenzentrum ist mit 12 % dabei, die Physik mit 8 % und die Bibliothek mit 7,5 %. Die übrigen Einrichtungen und Fachbereiche stellen rund 13 % des "offiziellen" Informationsangebots.

Bemerkenswert ist nach der statistischen Auswertung das Aufkommen an "privaten" Web-Seiten. Danach wurden zum Zeitpunkt der Auswertung 12.236 Dokumente von StudentInnen und MitarbeiterInnen über die WWW-Server der Universität angeboten. Auch hier dominieren die Informatiker deutlich mit 92 % der "privaten" Web-Dokumente. Dabei muß "privat" nicht unbedingt bedeuten, daß die Informationen auch tatsächlich reines Privatvergnügen sind. Häufig ergänzen Studierende und MitarbeiterInnen das "offizielle" Angebot durch zusätzliche Informationen oder bereichern das universitäre Leben durch kulturelle Mitteilungen. "Privat" sind Web-Seiten dann, wenn sie über die Benutzerverzeichnisse von Universitätsangehörigen im WWW bereitgestellt werden.

Umrüstung in der Uni-Bibliothek: Vom Zettelkatalog zur Online-Recherche

Bibliothek bietet laufend Einführungsveranstaltungen für NutzerInnen an

Recherchen im Online-Katalog der Bibliothek, in zahlreichen CD-ROMs, in weltweiten Datenbanken oder im World Wide Web des Internet sind jetzt an neuen, zusätzlich eingerichteten Benutzerarbeitsplätzen in der Universitätsbibliothek möglich.

Zum Beginn des Wintersemesters 1996/97 hat sich die Eingangsebene der Zentralbibliothek völlig verändert (Foto oben). Dort, wo sich früher der alte alphabetische Zettelkatalog befand, den zuletzt niemand mehr benutzte, stehen jetzt zahlreiche Terminals für die Recherche in dem Oldenburger ORBIS-Katalog (Oldenburgisches Regionales Bibliotheks- und Informationssystem). Das Schlangestehen an den vorher zu wenigen Geräten hat damit ein Ende.

Auch das elektronische Informationsangebot der Bibliothek wird durch die Einrichtung von zusätzlichen, vernetzten PC-Arbeitsplätzen in der Eingangsebene neu präsentiert. Jetzt lassen sich dort auch die zahlreichen CD-ROM-Datenbanken, die die Bibliothek über das lokale Netz der Universität Oldenburg seit vielen Jahren campusweit anbietet, von 9.00 bis 20.00 Uhr benutzen. Das vielfältige Angebot umfaßt Volltexte wie die gesammelten Werke Shakespeares, bibliografische Datenbanken wie die WISO-CD für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler oder den für die Naturwissenschaften wichtigen Science Citation Index. Bei der Vorbereitung und Durchführung der Recherchen helfen die Fachreferenten der Bibliothek. Die im Internet oder auf den CD-ROM recherchierten Daten können gegen Kostenerstattung auch ausgedruckt oder gegen die Abgabe einer Diskette heruntergeladen und mit nach Hause genommen werden.

Damit das Datenbank- und Internetangebot auch effektiv von den Studierenden und Lehrenden genutzt wird, bietet die Bibliothek künftig laufend für die verschiedenen Fächer Einführungsveranstaltungen in einem speziellen Schulungsraum an. Die Termine werden zu Beginn des Semesters mit einem Aushang und selbstverständlich auch über den WWW-Server der Bibliothek http://www.bis.uni-oldenburg.de bekanntgegeben.

Hans-Joachim Wätjen

Stellensuche via internet

Schnelle und unbürokratische Hilfe bei der Stellensuche bietet der Internet-Dienst "Jobs & Adverts". Kostenlos können ab sofort an die Adresse http://www.jobs.adverts.de Stellengesuche gerichtet werden. Für BewerberInnen wird eine Mailbox eingerichtet, in die sich interessierte Firmen mit ihrem Angebot eintragen können. Die elektronischen Annoncen werden nach einem Monat gelöscht, können auf Wunsch aber auch verlängert werden. Rund 1000 Unternehmen bieten ihre offenen Stellen über den Internet-Dienst an.

Tag der Chemie

Am Donnerstag, 7. November 1996, veranstalten der Ortsverband Oldenburg der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Fachbereich Chemie der Universität den bereits traditionellen, jährlichen "Tag der Chemie", der um 9.00 Uhr im Großen Hörsaal (Wechloy) beginnt. In einer Vortragsreihe und auf Schautafeln wird über die Vielfalt der aktuellen chemischen Forschungsarbeiten an der Universität Oldenburg berichtet.

Den Festvortrag hält um 17.30 Uhr der Präsident der GDCh, Prof Dr. Ekkehard Winterfeldt (Universität Hannover). Neben fachlich Interessierten aus Oldenburg und dem Umland werden auch Gäste von der Partneruniversität Groningen erwartet, mit der zur Zeit Gespräche über einen gemeinsamen, grenzüberschreitenden Studiengang im Bereich der Chemie geführt werden.

 

 

Pres9w/se &7pte Komfu1bymunikadwolrtionjf (pr2besse@uogvnul.n5nsde5n) (Stand: 10.09.2018)