Presse & Kommunikation

Einblicke Nr. 31 Frühjahr 2000

 

"Abiturienten aufgepasst: Die Uni Oldenburg bietet Euch mehr als Theorie und Praxis. Sie ist überschaubar, innovativ und offen für Eure Zukunft!" Diese Sätze stammen aus einem Werbespot, mit dem die Universität Oldenburg im April erstmalig über den privaten Hörfunksender ffn um Studierende geworben hat. Für eine deutsche Universität ein recht ungewöhnlicher Weg, sind wir doch noch weit entfernt von "niederländischen Verhältnissen": Für unsere Groninger Partnerhochschule gehört neben dem Globalhaushalt auch die Werbung um Studierende seit vielen Jahren zum Alltag. Ob auf Milchtüten oder Bussen, die Rijksuniversiteit Groningen ist überall präsent in dem Bemühen um potenzielle Studentinnen und Studenten.

Im Zuge des zunehmenden Wettbewerbs der Hochschulen um Studierende werden wir auch in Deutschland umdenken müssen. Hochschulinformationstage, Schnupperstudium und andere fachspezifische Veranstaltungen reichen möglicherweise nicht mehr aus, um den Abiturientinnen und Abiturienten die Universität ans Herz zu legen. Gezielte Ansprache über "ihr" Medium - Radio ffn hat in Niedersachsen, Bremen und Hamburg stündlich 400.000 junge Hörerinnen und Hörer - ist ein Versuch, dessen Erfolg noch zu überprüfen sein wird. Auskunft können hier zum Beispiel die Zugriffszahlen auf das Internetangebot geben, dessen Adresse - www.uni-oldenburg.de - in dem Spot besonders herausgestellt wurde.

Bisher kommen rund 75 Prozent der 11.200 Studierenden der Universität Oldenburg aus der Region. "Sich zurückzulehnen und darauf zu hoffen, dass dies auch so bleiben wird, wäre der falsche Weg. Der Fortbestand der Universitäten wird in Zukunft von der Qualität ihrer Forschung ebenso abhängen wie von der Zahl ihrer Studierenden", sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch in diesem Zusammenhang.

Übrigens: Die Produktion des Werbespots haben wir einer Profiagentur überlassen, das Texten selber übernommen. Dabei zeigten sich schnell die Grenzen des Machbaren. In dreißig Sekunden können weder detaillierte Angebote noch die Qualitäten einer Universität fundiert dargestellt werden. Diese Art der Werbung kann nur ein Signal sein und die "Lust auf mehr" wecken. Wir sind gespannt, ob es uns gelungen ist. Immerhin: Das Medienecho auf die Oldenburger Aktion war schon mal bemerkenswert.

Ihre

Dr. Corinna Dahm-Brey