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Freileitungen nach wie vor überlegen
Gutachten zur Kabelverlegung unter die Erde

Oldenburg. Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens der von der E.ON Netz GmbH geplanten 380-kV-Freileitung zwischen Ganderkesee und Sankt Hülfe bei Diepholz hat das Kompetenzzentrum ForWind ein umfassendes Gutachten vorgelegt, das die Möglichkeit untersucht, die Übertragungskabel auch die Erde zu legen. Die unter Federführung von Prof. Dr. Bernd R. Oswald vom Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik an der Universität Hannover erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Freileitungen nach wie vor die günstigste Lösung darstellen.

Oswald verglich die Aufwendungen für die traditionellen Freileitungen mit denen der Verlegung von VPE-Kabeln bzw. von gasisolierten Rohrleitern (GIL) unter die Erde. Dabei berücksichtigte er nicht nur technische und betriebswirtschaftliche, sondern auch Umweltfaktoren und ging von einer 40jährigen Betriebsdauer aus. Erstmalig konnte er dabei auf konkrete Zahlen von VPE-Kabel- und GIL-Herstellern zurückgreifen.

Die Kosten für die Verlegung des VPE-Kabel sind laut der Studie doppelt so hoch wie bei Freileitungen; das GIL-System würde gar die fünffachen Kosten verursachen – selbst unter Berücksichtung, dass ein sehr viel geringerer Stromverlust entstehen würde.

Dr. Marcel Krämer, der Geschäftsführer des gemeinsam von den Universität Oldenburg und Hannover getragenen Kompetenzzentrums ForWind, betonte allerdings, dass volkswirtschaftliche Kriterien nicht berücksichtigt worden seien.

Das vollständige Gutachten kann im Internet abgerufen werden.

ⓘ  www.forwind.de/oswald-studie
 
ⓚ  Kontakt:
Dr. Marcel Krämer, Tel.: 0441/36116-720, E-Mail marcel.kraemer(Klammeraffe)forwind.de